Der Chinese Mo Yan erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis

Das Nobelpreiskomitee teilte heute mit, dass der chinesische Schriftsteller Mo Yan den diesjährigen Literatur-Nobelpreis erhält. Er setzt sich damit gegen Konkurrenten wie dem japanischen Schriftsteller Haruki Murakami, dem amerikanischen Autor Philip Roth und Songschreiber Bob Dilan durch. In seinen Schriften verbindet Yan Märchen, historische Aspekte und Gegenwart im Hintergrund einer ländlichen Kulisse in einem unbekannten Teil Chinas. Zu seinen Veröffentlichungen zählen neun Romane und mehr als 70 Erzählungen, für die er in seiner Heimat bereits diverse Literaturpreise eingeheimst hat.

Der 1955 geborene Schriftsteller wuchs in Gaomi, in der nordöstlichen Provinz Shandong als Bauernsohn auf. Er verließ während der Kulturrevolution bereits mit 12 Jahren die Schule und begann in der Landwirtschaft zu arbeiten. Während seiner Zeit als Soldat in der Volksbefreiungsarmee fing er mit dem Schreiben an. Jahre später holte er sein Literaturstudium in Peking nach und begann, seine eigenen Erzählungen zu schreiben. Mo Yan ist sein Künstlername und bedeutet „der Sprachlose“. Sein richtiger Name lautet Guan Moye.

Verliehen wird der Preis durch die Schwedische Akademie am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. Deutschland gewann zuletzt 2009 durch die in Rumänien geborene Herta Müller den Literaturnobelpreis. Im letzten Jahr war der Gewinner der Schwerde Tomas Tranströmer.

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