Shaolin-Kloster

Ursprungsort chinesischer Kampfkunst

Nahe der alten Kaiserstadt Luoyang liegt das weltberühmte Shaolin-Kloster am Fuße des heiligen Song Shan Bergs. Bekannt ist es für seine Kampfkunst, das Shaolin Kung Fu, sowie für Tai Chi und Qigong. Hier soll ein indischer Mönch aber auch vor rund 1.500 Jahren die Grundlagen des Zen-Buddhismus geschaffen haben.

Das Shaolin-Kloster

Kein chinesisches Kloster ist berühmter als das Shaolin-Kloster, und entsprechend unklösterlich ist der Rummel. Das Shaolin Kung Fu hat sich hier zu einer lukrativen Industrie entwickelt, die Schüler der zahlreichen Schulen kommen aus aller Welt. Die Anfänge verlieren sich im Historisch-Legendären: Der indische Mönch Bodhidharma soll hier im 6. Jh. neun Jahre lang in einer Grotte sitzend meditiert und die Grundlagen für den Zen-Buddhismus geschaffen haben, der Erleuchtung in der persönlichen Erfahrung statt im Schriftenstudium sucht. Das Kloster ist eine kaiserliche Gründung aus dem Jahr 495. Sein heutiges Aussehen erhielt es erst seit den 1980er Jahren. Nur zwei Hallen sind kunsthistorisch wertvoll: die hinterste wegen ihres mingzeitlichen Wandbildes, das die „500 Luohan bei der Verehrung des Vairocana-Buddha“ zeigt, sowie davor die rechte Seitenhalle, in der ein weiteres Wandbild den Kampfeinsatz der Mönche für den Tang-Dynastie-Gründer Li Shimin illustriert. Bedeutender ist der 500 m taleinwärts gelegene Pagodenwald: Der Friedhof der Shaolin-Mönche mit 220 bis über 1.000 Jahre alten Grabpagoden. Das Interessanteste jedoch sind die Shaolin Kampfkunst-Shows, mit denen die Schulen hier Geld verdienen.

Song Shan Berg

Der heilige Mittelberg! Ihm wurden wie auch den anderen vier heiligen Bergen staatliche Opfer zugedacht. Hier kommt es nicht auf den Blick vom 1.492 m hohen Gipfel an, sondern auf die Sehenswürdigkeiten an seinem Südfuß, darunter natürlich vor allem das Shaolin-Kloster.