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Xi'an & die Terrakotta Armee

Sehenswürdigkeiten und Highlights für Ihre Xi'an Reise

Xi'an bietet neben der Terrakotta Armee viele weitere Highlights, die Sie sich auf einer Reise in Reich der Mitte nicht entgehen lassen sollten. Mit seinen muslimischen Einflüssen ist Xi'an reich an Kultur und bietet darüber hinaus mit seiner im traditionell chinesischen Stil gehaltenen Architektur ein besonderes Flair.

Die alte Kaiserstadt

Wer hätte noch vor 40 Jahren gedacht, dass einmal ein Haufen Tonscherben diese Stadt zu einem der bekanntesten Reiseziele des Globus machen würde? Gewiss: Xi’an war zweimal eine Weltstadt, zuerst im 1. Jh. v. Chr., dann, grandioser denn je, unter der Tang-Dynastie im 7. und 8. Jh., als Gesandte, Kaufleute und Gelehrte aus Japan, Indien, Ceylon, Persien und Arabien sich hier ein Stelldichein gaben. Aber jene Blütezeiten hinterließen nur wenige sichtbare Spuren, und Xi’an wäre heute kaum bedeutender als andere Provinzstädte, wären da nicht die Trümmer der Grabwächterarmee des Ersten Kaisers, die, mühsam zusammengeflickt, ihre Auferstehung als archäologisches Weltwunder erleben - die Terrakotta Armee. In der Tat: In den Böden der Gegend liegt die Reichsgeschichte von zwei Jahrtausenden begraben, vom Beginn der Zhou-Dynastie im 11. Jh. v. Chr. bis zum Ende der Tang-Dynastie im 10. Jh..

Glocken- und Trommelturm

Der Glockenturm bildet die Mitte der Altstadt von Xi'an, die in ihrem Grundriss auf die frühe Ming-Zeit zurückgeht. Der im Grundriss quadratische Pavillonbau steht auf einem 9 m hohen Steinsockel. Die Glocke ist neu. Oben finden mehrmals täglich kleine Konzerte mit klassisch-chinesischer Musik statt. Der Trommelturm am Westende des neu angelegten zentralen Platzes überspannt eine Gasse. Er wird für Ausstellungen genutzt, und es gibt Trommelvorführungen.

  • Glockenturm: Zhōnglóu 钟楼 
  • Trommelturm Gǔlóu 鼓楼 
  • Anreise: Zugang durch Fußgängertunnel im Norden 
  • Musikvorführungen im Glockenturm: 9-11:30 Uhr 14:30-17:30 Uhr

Stadtmauer

Xi’ans größtes Bauwerk ist 12 km lang, 12 m hoch und an der Krone bis 14 m dick. Im späten 14. Jh. wurde die Mauer auf den Fundamenten der tangzeitlichen Palastbezirkmauer errichtet. Sie besteht aus einem mit Backsteinen ummantelten Stampflehmkern. Der Autoverkehr fließt durch zusätzliche Öffnungen neben den rechteckigen Torbastionen. Auch der Stadtgraben blieb erhalten. Nachdem eine zuvor abgerissene Lücke beim Bahnhof überbrückt wurde, ist ein vollständiger Mauerrundgang möglich – oder ab Südtor eine Rundfahrt per Mietrad.

  • Chinesischer Name: Chéngqiáng 城墙 
  • Zugang: Besteigung an den Stadttoren und am Stelenwald

Stelenwald

Chinas größte steinerne Bibliothek fand im einstigen Konfuziustempel Aufstellung. Auf 3.200 Platten wurden wichtige Texte vor der Vernichtung durch Feuer, Wasser oder Insektenfraß bewahrt; die ältesten sind über 2000 Jahre alt. Hier steht auch die berühmte nestorianische Stele, die für das Jahr 780 die Existenz einer Christengemeinde in der Stadt bezeugt. In den Seitenhallen sind hanzeitliche Sarkophage und buddhistische Skulpturen ab dem 4. Jh. zu sehen. Vom Südtor der Stadtmauer führt der Weg zum Stelenwald über die Kulturstraße1, in der sich Galerien, Geschäfte für Künstlerbedarf und Kunsthandwerksläden reihen.

  • Chinesischer Name: Bēilín 碑林 
  • Kulturstraße: Gǔ Wénhuà Jiē 古文化街

Große Moschee

Chinas größte und schönste Moschee im chinesischen Stil erfreut mit der Stille ihrer Gartenhöfe und mit feinen Pflanzenreliefs. Der dreigeschossige, zentral platzierte „Turm der Gewissensprüfung“ fungiert als Minarett. Die Gebetshalle am Westende dürfen nur Gläubige betreten. Die Moschee liegt mitten in Xi’ans großem Moslemviertel, dem einzigen noch intakten Stück Altstadt. Die Richtung Moschee führenden Gassen dienen als täglicher Antik- und Flohmarkt, zudem gibt es jede Menge Garküchen, in der vom Trommelturm nordwärts führenden Gasse auch einige Galerien.

  • Chinesischer Name: Dà Qīngzhēn Sì 大清真寺 
  • Lage: 200 m nordwestlich des Trommelturms (Nebengasse), Eingang vom Norden

Große Wildganspagode

Dies ist die wohl bekannteste Pagode Chinas – und eine der ältesten, denn der wuchtige, 60 m hohe Turm geht auf das 7. Jh. zurück. Erbaut wurde er in kaiserlichem Auftrag zur feuersicheren Verwahrung der heiligen Schriften, die der Indienpilger Xuanzang (602-664) aus der Heimat des Buddhismus mitgebracht hatte. Die Pagode ist Teil des Klosters Ci’en Si, dessen Hallen im 16. Jh. entstanden. An einer Seitenwand der hinteren Halle sieht man dort eine Darstellung Xuanzangs, wie er die Schriftrollen in einem ergonomisch hochmodernen Rückengestell über die Seidenstraße schleppt. Ihr Pendant, die mit 45 m Höhe etwas niedrigere Kleine Wildganspagode, steht etwa 2 km weiter nordwestlich nahe dem Südtor. Sie ist ein Jahrhundert jünger und diente einst ebenfalls der sicheren Aufbewahrung indischer Sutren. Von dem Dach der Pagode hat man einen schönen Blick über die nahe Umgebung von Xi'an.

  • Chinesischer Name: Dàyàn Tǎ 大雁塔 
  • Kloster Ci’en Si: Cíēn Sì 慈恩寺 
  • Kleine Wildganspagode: Xiǎoyàn Tǎ 小雁塔

Geschichtsmuseum

Da keine zweite Provinz ergiebigere „Bodenschätze“ archäologischer Art hat als Shaanxi, birgt dieses Museum schlicht unvergleichliche Schätze. Sie werden in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Man sieht Jade aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., Ritualbronzegefäße aus dem 2. und 1. Jahrtausend v. Chr., Reliefziegel aus dem Palast des Ersten Kaisers (um 220 v. Chr.), ein 2000 Jahre altes Eisenzahnrad, ebenso altes Papier, Porzellan und Keramik vom Kaiserhof der Tang- Zeit – teils durchaus witzige Figuren – und vieles mehr. Die Originale tangzeitlicher Wandmalereien können nur zeitweise und gegen ein erhöhtes Eintrittsgeld besichtigt werden.

  • Chinesischer Name: Shǎnxī Lìshǐ Bówùguǎn 陕西历史博物馆 
  • Lage: Xiǎozhài Dōnglù 小寨东路 91 
  • Hinweis: Wandbilder nur Montag, Mittwoch und Freitag nachmittags

Sehenswürdigkeiten um Xi'an

Mausoleum des Ersten Kaisers

Als der frühere König von Qin im Jahr 221 v. Chr. alle rivalisierenden Staaten unterworfen und China erstmals geeint hatte, war er sich der Größe seiner Tat bewusst und gab sich den Titel „Erster Kaiser“. Nun setzte er sich neue Ziele und führte Eroberungsfeldzüge in alle Himmelsrichtungen. Doch je erfolgreicher er war, um so abergläubischer wurde er, fiel sogar auf Quacksalber herein, die ihm Unsterblichkeit versprachen. Seine Hybris erstreckte sich bis aufs Jenseits: Dort sollte man sehen, wer er war. So kam es zu dieser gigantischen Grabanlage, die freilich nie fertig wurde, denn nur drei Jahre nach seinem Tod nahmen Aufständische Rache für die erlittene Tyrannei und verwüsteten den Totenpalast gründlich.

Grabhügel

Die heute noch 60 m hohe Erdpyramide von 370 m Kantenlänge birgt die geplünderte Grabkammer, von deren Ausgestaltung eine frühe Beschreibung überliefert ist. Von den Außenanlagen des Grabtempels – Mauern und Gebäude – blieb an der Oberfläche nichts erhalten.

Terrakotta-Armee

1974 stießen Bauern beim Brunnenbohren erstmals auf Scherben. Inzwischen sind vier Gruben bekannt, in denen die Grabwächterarmee aufgestellt wurde. Eine davon war leer. Die Gesamtzahl der Figuren, neben Soldaten verschiedener Dienstgrade auch Pferde, wird auf mindestens 7.000 geschätzt.

Die Aufständischen entwendeten im Jahr 210 v. Chr. die Bronzewaffen der Figuren, zertrümmerten sie und steckten dann die aus Holz konstruierten und mit Erdreich bedeckten Gruben in Brand, so dass sie einstürzten. Die Figuren, die nun mühsam wieder zusammengesetzt werden, sind etwas überlebensgroß und waren einst alle bemalt. Sie wurden mit Modeln in einem industriellen Verfahren produziert, erhielten jedoch individuelle Gesichter. Auch bei Typen und Formteilen wurde eine große Vielfalt realisiert: Krieger mit und ohne Panzerung, Faustkämpfer, Pferdeführer, Bogenschützen, Offiziere und andere mehr – das Abbild einer realen Armee. Am eindrucksvollsten ist die 230 m lange Grube 1, in der hinter einer dreifach gestaffelten Kampflinie neun Marschsäulen aufgestellt sind, dazu Flankenschutz. Grube 2 ist jedoch noch interessanter, da man die originale Grabungssituation sehr gut nachvollziehen kann. In ihr befinden sich rund 90 Vierspänner mit Wagenlenkern – die Wagen selbst sind verbrannt – sowie Bogenschützen und Reiter. Auf einer Ausstellungsfläche kann man Figuren und Waffen aus nächster Nähe betrachten. Grube 3 enthält das Heereskommando. Hauptschatz des Museums am Eingang sind zwei bronzene Vierspänner (eine gedeckte Kutsche und ein offener Kriegswagen), die am Grabhügel gefunden wurden. Sie waren in über 1.000 Stücke zerbrochen. Nicht versäumen sollte man auch den kurzen Film im Rundkino bei Grube 1. Er zeigt in einer nachgestellten Handlung die Entstehung und die Zerstörung der Terrakotta Armee.

  • Chinesischer Name: Qín Shǐhuáng Líng 秦始皇陵 
  • Lage: 31 km nordöstlich der Stadt 
  • Besonderheit: Unesco-Welterbe seit 1987 
  • Museum Bīngmǎyǒng Bówùguǎn 兵马俑博物馆 
  • Lage: 1,5 km östlich des Grabhügels

Han-Gräber

Nördlich der Stadt, jenseits des Wei-Flusses stehen große Pyramidenstümpfe: die Kaiser- und Kaiserinnengräber der Han-Dynastie. Beim Mausoleum von Kaiser Jing1 (reg. 157-141 v. Chr.) stieß man ebenfalls auf eine Grabwächterarmee, die jedoch von ganz anderem Charakter ist als die des Ersten Kaisers. Die nur 60 cm großen, lächelnden Soldatenfiguren sind nackt; ihre einstige Kleidung sowie ihre hölzernen, beweglichen Arme blieben nicht erhalten, dafür ist die Vielfalt der sonstigen Grabbeigaben (darunter Zivilpersonen) viel größer als beim Ersten Kaiser. Ein an der Ausgrabungsstelle erbautes Museum zeigt einen Teil der Funde, am Grabhügel selbst kann man mit etwas Glück laufende Grabungstätigkeit verfolgen.

  • Chinesischer Name: Hàn Yánglíng 汉阳陵 
  • Mausoleum von Kaiser Jing: Hàn Yánglíng Kǎogǔ Chénlièguǎn 汉阳陵考古陈列馆
  • Lage: 20 km nördlich

Qianling

In einem natürlichen Berg ruhen hier der 3. Tang-Kaiser Gaozong (reg. 656-684) und seine Konkubine und spätere Kaiserin Wu Zetian (reg. 683-705). Im Süden bilden zwei Erhebungen ein natürliches Tor. Entlang einer Zeremonialachse, die auf den über 1.000 m hohen Hauptgipfel führt, blieben Steinfiguren von Tieren und Menschen erhalten, darunter eine Gruppe ausländischer Würdenträger, die zu späterer Zeit alle geköpft wurden. Interessanter sind die Nebengräber von Kronprinz Yide, Prinzessin Yongtai und Prinz Zhanghuai, deren Kammern zu besichtigen sind. Sie bargen Grabbeigaben und herrliche Wandbilder (Repliken, Originale im Geschichtsmuseum).

  • Chinesischer Name: Qiánlíng 乾陵 
  • Lage: 80 km nordwestlich 
  • Grab von Kronprinz Yide: Yìdé Tàizǐ Mù 懿德太子墓 
  • Grab von Prinzessin Yongtai: Yǒngtài Gōngzhǔ Mù 永泰公主墓 
  • Grab von Prinz Zhanghuai: Zhānghuái Tàizǐ Mù 章怀太子墓

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