Bewertungen | New Silk Road

"Wenn ich die Reise vor meinem inneren Auge vorüber ziehen lasse, so sehe ich unvergessliche Bilder."

Jochen und Carola Egerland, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Wenn ich die Reise vor meinem inneren Auge vorüber ziehen lasse, so sehe ich unvergessliche Bilder, die während der 7 Wochen fast täglich, wunderbar und neu auf uns einwirkten.Die lebendigsten Erinnerungen, sind natürlich die, die in dieser Zeit etwas komplizierter gesehen wurden oder nicht ganz glatt gelaufen sind. Zum Beispiel als das Navi uns nicht auf der Autobahn ans Ziel führte, sondern über kleine Landstraßen und  über Berge, an deren Hängen Terassenfelder bis ganz nach oben angelegt waren. Diese wurden auch bewirtschaftet. So etwas hatten wir noch nie gesehen, obwohl wir bereits in Südchina waren wo es diese Felder im Kleinformat auch gibt.Diese Fahrt war eine der schönsten und beeindruckensten für uns. Sie bleibt unvergesslich, weil es rechts und links der Straße steil abwärts ging. Die hohen Bergpässe mit den schneebedeckten Gipfeln denen wir manchmal sehr nahe kamen sind natürlich auch wunderschön anzuschauen.Russland und die anderen ehemaligen sowjetischen Volksrepubliken durch die wir fuhren, sind ganz speziell. Weißrussland  hat mich meine vorderen Stoßdämpfer gekostet. Wir waren schon in Moskau, aber das Inland ist das Gegenteil von dieser Großstadt. Manchmal glaubt man Dschingis Khan sei gerade wieder abgezogen und danach ist die Zeit stehen geblieben.Wir sind so oft es die knappe Zeit erlaubte in Restaurants am Straßenrand eingekehrt und haben überall nette, liebe Menschen getroffen, die sich wie wir bemühten mit uns zu kommunizieren und sei es mit Händen und Füßen.Ein ganz besonderes Highlight war in Shaolin das Zen Music Ritual. Drei Songs aus der mitgebrachten CD hörten wir jeden Morgen als Weckmelodie. Es war schön Täglich durch eine so sanfte Stimme geweckt zu werden.Unser Feuerwehrwagen war echt cool. Er hat alles so genommen wie es kam. Nach einer kleinen Reparatur am Straßenrand lief der kleine Rote ohne Murren und stottern jeden Tag ein Stück weiter Richtung Peking ins Ziel. Als wir dann in der Abflughalle in Peking saßen, dachten wir: Eigentlich schade, dass es schon vorbei ist. Noch drei bis vier Tage Peking und dann über die Mongolei zurück. Naja dann eben nicht.Nochmals vielen Dank an Svend und Jan sowie die Reiseleiter, ganz besonders an Thomas. Sie waren an den richtigen Stellen cool und blieben immer entspannt (zumindest nach Aussen).

"Die Erfahrung von China Tours und die helfenden Hände im Hintergrund, haben nie Zweifel am Erfolg unseres Vorhabens aufkommen lassen"

Wilma und Hans-Jürgen Schwerhoff, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Die Seidenstraße war über Jahrhunderte Nabelschnur des Karawanenhandels zwischen Ost und West und zugleich die Straße interkultureller Entwicklung, aber auch blutiger Auseinandersetzungen in Asien. Diese Straße mit all ihren Gegensätzen hat wohl, wie kaum eine andere auf der Welt, die Entwicklungsgeschichte der Menschheit in Europa, Nordafrika und Asien ganz maßgeblich beeinflusst. Mit dieser Reise wollten wir etwas von dieser Geschichte aufnehmen; die vielen kulturellen und religiösen Einflüsse aus Arabien, Indien, der Mongolei, China und Europa erleben und deren hinterlassene Denkmäler entlang der Strecke auf uns wirken lassen.

Und dann China - das Reich der Mitte – mit seiner großartigen Geschichte und seinen unzähligen Gesichtern: Die vielen Facetten dieses Landes mit seinen Landschaften, Städten, Menschen und Kulturen kann man sicher nicht mit einer Reise wirklich erkunden. Wir wollten aber doch versuchen, mit der New Silk Road Rallye 2014 zumindest einen kleinen Einblick zu bekommen. Immerhin sollte uns etwa die Hälfte der 13000 Kilometer durch China von Kashgar ganz im Osten bis nach Peking im Westen führen.

Neben der Leidenschaft des Reises teilen wir den Spaß an klassischen Fahrzeugen. Wenn sich beides so hervorragend miteinander verbinden lässt, dann mussten wir natürlich mit dabei sein. Denn was kann schöner sein, als eine solche Reiseroute mit einem Auto zu „erfahren“, das noch etwas Spielraum für Abenteuer und Ursprünglichkeit lässt. Soviel zur Erwartungshaltung vor der Reise – doch wie war sie eigentlich diese Reise, die am 31.August 2014 mit 12 Teams in Berlin gestartet wurde?

Uns war klar, dass der erste Teil der Strecke über Polen, Belarus, Russland und Kasachstan nichts mit den gesteckten Zielen zu tun haben würde – leider musste auch noch die Ukraine wegen der aktuellen politischen Spannungen aus dem Programm gestrichen werden. Die ca. 3500 Kilometer „Transportstrecke“ bis Atyrau entpuppten sich dann aber doch als viel interessanter als erwartet. Warschau mit seiner liebevoll wiederaufgebauten Altstadt im Kontrast zur aufstrebenden Europacity; Wolgograd mit der leidvollen Geschichte des 2. Weltkriegs und Astrachan mit seiner Festung, dem Astrachaner „Kremel“ und der unvergesslichen Bootsfahrt auf der Wolga. Mit der Überfahrt über den Fluss Zhaik kamen wir bei Atyrau schließlich in Asien an. Zwar boten die umständlichen Grenzformalitäten auf dem Weg nach Belarus wenig Grund zur Freude, dafür klappte es auf dem Weg nach Russland und weiter nach Kasachstan viel besser, als erwartet. Die Straßen waren überwiegend in einem sehr guten Zustand – somit waren auch die Tagesetappen ohne Probleme zu bewältigen und ließen genügend Zeit für Entdeckungstouren und zur Erholung.

Es gibt keinen echten Startpunkt für die Seidenstraße, vielmehr handelt es sich um einen gleitenden Übergang. Ab Astrachan änderte sich jedoch eines ganz deutlich: der Straßenzustand. Für die nächsten etwa 3000 Kilometer waren Schlaglöcher und Schotterpisten unsere ständigen Wegbegleiter. Fahrten Rechts und Links, mit und gegen den Verkehr, sollten teilweise die bessere Alternative zur Fahrt auf der eigentlichen „Straße“ sein. Die lokalen Vehikel passten sich ebenfalls immer mehr den Straßenverhältnissen in Form und Zustand an. Aber dann gab es auch perfekte Straßen- und Autobahnabschnitte, die gerade neu erbaut waren. In zehn Jahren wird dieser Reiseabschnitt vielleicht ganz leicht zu bewältigen sein. Schade, wir würden dann das „besondere Salz“ in der Suppe schwer vermissen.

Ab Usbekistan nahmen die Probleme mit der Beschaffung von Treibstoff zu. Hierzulande war gerade Erntezeit. Diesel und Benzin werden in dieser Zeit rationiert, weil es keine eigene Raffinerie im Land gibt. Taktisches Tanken und eine umsichtige Reiseleitung sorgten aber immer rechtzeitig für den Nachschub, der dafür aber teilweise eigens mit abenteuerlichen Kanistern herbeigeschafft werden musste.

Die Kamele am Straßenrand nahmen zu und vermittelten mit den Straßenpisten immer mehr das Karawanengefühl der Seidenstraße. Ab Khiva tauchten wir vollends ein in die Zeiten von 1001 Nacht. Moscheen, Medresen, Minarette, alte Karawansereien: Die Gebäude schienen sich in Pracht und Vielfalt gegenseitig überbieten zu wollen. Zumeist hervorragend restauriert, präsentierte sich hier das Flair vergangener Zeiten. Die Menschen und deren Lebensgefühl, die Hitze des Tages und die zentralasiatische Küche unterstrichen diese altertümlich, arabisch anmutende Welt der Seidenstraße. Vor Reisebeginn hatten wir viele Bilder gesehen. Natürlich gingen wir davon aus, dass sie nicht ganz uneigennützig ordentlich „aufgehübscht“ waren. Nein, diese Städte präsentierten sich auch ungeschminkt in einem fabelhaften Zustand – wir waren einfach fasziniert!

Kaum vorstellbar, aber die ca. 6000 Kilometer von Berlin bis Tashkent boten eine maximale Erhebung von 260 Meter ü.N. Das änderte sich nun gewaltig. Der Kamchik-Pass mit seinen knapp 2300 Metern auf dem Weg ins fruchtbare Fergana Tal war nur der Auftakt für die Bergtour hinauf in das Parmirgebirge, dessen Eingang vom 3600 Meter hohen Taldyk-Pass markiert wurde. Trotz mäßig steilem Anstieg hatte unsere 32 Jahre alte und 2,5 Tonnen schwere Mercedes G-Klasse einen Dauerkampf mit Öl- und Wassertemperaturen nahe den kritischen Bereichen und schwindender Leistung aus dem 88 PS Diesel auszutragen. Es folgte ein Kontrast zum vorherigen Streckenverlauf, der spektakulärer kaum sein konnte. Waren es zuvor hauptsächlich die sensationellen Städte - die „Perlen der Seidenstraße“ - so war es jetzt das Panorama der über 7000 Meter hohen Gebirgsformationen, das uns in dünner Luft den Atem raubte. Schneebedeckte Felsen erhoben sich vor einem kargen Hochplateau, das uns immer wieder kleine Einblicke in das harte Leben der Nomaden gewährte. Verstärkt wurden diese durch eine Übernachtung in Sary Tash auf über 3000 Metern bei Nachtfrost im spartanischen Gästehaus oder alternativ in der gut beheizten Jurte. Ein interessanter Glanzpunkt unserer Reise, der aber durch wenige, die Hygiene betreffende Maßnahmen sogar ganz einfach noch hätte verbessert werden können.

Der folgende Abstieg hinunter nach Kashgar in China fiel unserem Auto so viel leichter. Ebenso, wie die Grenzformalitäten an der chinesischen Grenze, die zwar langwierig und schwerfällig wirkten, aber immerhin: die Abwicklung war freundlich und die anschließende Bürokratie für Fahr- und Fahrzeugerlaubnisse war dank unserer chinesischen Reiseleitung ein Kinderspiel. Vor uns lag nun die endlose Weite der Taklamakanwüste, die auf unserer südlichen Route durch Straßenbedingungen glänzte, die man als perfekt beschreiben kann. Wir trafen auf wenig Verkehrsteilnehmer - vorwiegend Schwertransporter - die sich bereitwillig überholen ließen. Jäh unterbrochen wurde die Fahrt nur durch pulsierende kleinere und größere Oasenstädte. Deren eigenwillige Dreiradfahrzeuge, die jeden erdenklichen Verkehrszweck erfüllen mussten, verstellten gern im Verbund mit Fußgängern und allerlei landwirtschaftlichem Getier unseren Weg. Durch die Straßenschilder, die hier im Uigurenland neben arabischen auch chinesische Schriftzeichen trugen, wurden wir daran erinnert, dass wir uns wirklich in China befanden. Moscheen und Minarette wirkten ausgesprochen arabisch auf uns. Die Dimension der Taklamakan muss für die Karawanen vergangener Zeiten eine unermessliche Strapaze dargestellt haben.

Bevor wir in Dunhuang die Wüste Gobi erreichten, verließen wir die Taklamakan und stiegen hinauf zum Tibetischen Hochplateau mit einigen Pässen über 3500 Meter. Der Blick auf das Hochgebirge im Hintergrund wurde leider nur selten vom herrschenden Staubsturm freigegeben. Es waren diese Augenblicke, die die karge Schönheit der Landschaft erahnen ließen. Die Straße hinunter nach Dunhuang führte bei guter Sicht durch hohe Sanddünen und an bizarren Gesteinsformationen vorbei. An diesem Ort mussten die Karawanen sich in früheren Zeiten für die nördliche oder südliche Route zur Umgehung der Taklamakan entscheiden. Uns bot hier ein Rundflug im Ultraleichtflugzeug die Gelegenheit, den beeindruckenden Panoramablick auf traumhaft schöne Dünenlandschaften zu genießen.

Der letzte Teil unserer Reise stand ganz im Zeichen der langen chinesischen Hochkultur. Auf unseren Etappen begleitete uns jetzt immer wieder die Große Chinesische Mauer, die in Reststücken erhalten ist. Die Kaiserstädte Xi’an, Louyang und Peking zeigten uns die Meisterwerke chinesischer Architektur und Handwerkskunst. Ob die Terrakotta-Armee in Xi’an, die Longmen-Grotten in Louyang oder die Große Mauer, der Sommerpalast und die Verbotene Stadt in Peking, diese Andenken an die Menschheit vermittelten eindrucksvoll die Macht der chinesischen Dynastien in über 2000 Jahren Geschichte.

Finish nach 44 Tagen und 13000 km in Peking! Sektkorken, Glückwünsche, Emotionen: wir waren leider schon viel zu schnell am Ziel. Der Empfang am Kempinski Lufthansa Hotel war super und das Gefühl es geschafft zu haben noch viel besser. Am Abend ließen wir es ordentlich krachen. Nach der langen Strecke und einigen Reisestrapazen: Warum unternimmt man eigentlich eine solche Reise?

Für uns war es dieses einmalige Gefühl, ein wichtiges Element der Menschheitsgeschichte – die Seidenstraße - „erfahren“ zu dürfen. Nicht punktuell, wie bei einer touristischen Reise, sondern einzutauchen in eine uns fremde Welt mit einer großen Tradition und grandiosen Landschaften. Auch hat es uns einen Einblick in ein facettenreiches China gegeben, von dem wir zuvor zwar eine Ahnung hatten, aber den wir in dieser breiten Fülle nicht erwarten konnten. Ferner waren es die Begegnungen mit Menschen entlang der Route, die uns sehr wichtig waren. Egal in welchem Land und Kulturkreis: wir wurden auf der gesamten Strecke mit einer Gastfreundschaft empfangen, die uns sicher bleibend in Erinnerung sein wird.

Rückblickend war auch die Tatsache erstaunlich, dass das Miteinander der zuvor untereinander nicht bekannten 12 Teams in den sieben Wochen gut funktionierte. Das gemeinsame Ziel und vielleicht die geteilte Schwäche für klassische Fahrzeuge waren ein guter Klebstoff. Absolut wichtig waren die lokalen Reiseleiter, die nicht nur für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben, sondern es auch verstanden uns Land und Leuten sehr viel näher zu bringen. Insbesondere „Alla“ in Russland sowie unseren chinesischen Freunden „Thomas“ und „Johannes“ gehört unser besonderer Dank.

Die Erfahrung von China Tours und die helfenden Hände im Hintergrund, haben nie Zweifel an dem Erfolg unseres Vorhabens aufkommen lassen. Toll organisierte Sightseeing Trips, ein gutes Timing und eine reibungsfreie Organisation waren die Basis für ein schönes Erlebnis. Und zuletzt Svend-Jörk und sein Rallye Team: herzlichen Dank für die bewundernswerte Geduld – ihr wart die gute Seele dieser einmaligen Reise!

"Wir hatten eine sehr schöne Reise mit vielen neuen, nachhaltigen Eindrücken"

Jeannette Voigt und Relef Schloo, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Wir hatten eine sehr schöne Reise mit vielen neuen, nachhaltigen Eindrücken von Ländern und Kulturen, die wir noch nicht kannten. An dieser Stelle möchten wir uns bei China Tours bedanken für die gute Organisation der Reise, die Auswahl der Routen und Sehenswürdigkeiten und besonders hervorzuheben die Auswahl der Reiseleiter vor Ort in den jeweiligen Ländern! Sie haben enorme Arbeit geleistet, uns die Grenzübertritte so unkompliziert wie möglich gemacht, waren jederzeit kompetente Ansprechpartner, haben uns neben den Besichtigungen viel über ihre Länder und die Lebensweise dort erzählt, uns ihre Sprache näher gebracht und waren alle super nett!

Auch wenn es manchmal Probleme gab, unser Auto ein neues Achsgelenk brauchte und den usbekischen Schwarzmarktdiesel schwer verdaut hat, die gesamte Gruppe zwischendurch Magen-Darm-Probleme hatte sowie die Abgabe der Fahrzeuge für die Verschiffung eher den Eindruck vermittelte, die Fahrzeuge zur Verschrottung zu bringen, sind wir insgesamt zufrieden und glücklich, dieses Abenteuer erlebt zu haben.

"Trotz der 24 Egos war es eine harmonische Gruppe"

Klaus Wirth und Manfred Pieper, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Insgesamt beurteile ich diese Reise sehr positiv. Trotz der 24 "Egos", die mitgefahren sind war es eine harmonische Gruppe, die sich sehr schnell gefunden hat und trotz der langen Zeit, die wir zusammen waren, bis zum Schluss zusammenhielt.

Wir hatten ein super Team, dass uns begleitet hat, allen voraus Svend, der die Rallyeleitung sehr souverän durchgeführt hat. Aber auch  die anderen Teilnehmer des Teams waren Klasse. Bemerkenswert waren auch die örtlichen Reiseleiter. Vor allen Dingen in Khiva wird mir die Reiseführung noch sehr lange im Gedächtnis bleiben, weil sie uns nicht mit Zahlen gefüttert hat, sondern mit Geschichten, die hängen bleiben. Aber auch Thomas und vor allen Dingen Johannes in China möchte ich besonders erwähnen.

Die Organisation der Reise war einwandfrei, auch wenn auf der langen Strecke der Eine oder Andere der Individualisten gemurrt hat. Trotz der 48 Tage war mir keinen Tag langweilig und ich habe die Reise sehr genossen. Ich würde jederzeit wieder an einer ähnlichen Reise teilnehmen.

"Wir fuhren durch beeindruckende Landschaften und lernten interessante Menschen kennen"

Trude und Dieter Zieger, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Das Jahr 2014 führte uns in eine neue Lebensphase, dass aktive Berufsleben wurde beendet.Beide feierten wir unsere 65.Geburtstage, Trude während der Reise in Kul`sary, next to nowhere!!! Dieses war für uns Anlass, eine besondere Reise zu planen.Als Kapitän lernte Dieter die Küsten der Welt kennen. Einmal mit dem Auto quer durch Europa und Asien zu fahren, stand noch auf der "to do-Liste". Trude fährt gerne, gut und couragiert. In der Garage unserer 93-jährigen Oma steht der Mercedes 190D aus dem Jahr 1988 und ChinaTours plant die Rallye Berlin-Peking. Für uns die perfekte Kombination! Wir fuhren rund 13.000 Km auf guten und auf schlechten Straßen. Wir schliefen in guten und schlechten Unterkünften. Wir haben gut und schlecht gegessen. Wir waren fit und gesund, lernten aber auch Montezumas Rache kennen. Omas treuer Benz lief von der Nordsee bis zum Pazifik ohne jemals zu "zicken". Wir erreichten physisch und psychisch in bester Verfassung und voller Eindrücke am 44. Tag der Reise Peking, jedoch ohne Stern, der am 15.Tag in Nukus (Usbekistan) neue Besitzer fand. Rückblickend war diese Reise ein unvergessliches Erlebnis. Wir durchfuhren beeindruckende Landschaften und lernten interessante Menschen kennen! Ein herzliches Dankeschön geht nochmals an unsere örtlichen Reiseleiter Alla und Arthur in Russland, in Kirgistan und an Thomas und Johannes in China. "Bravo Zulu" Ein beruhigendes und sicheres Gefühl gab uns unser "Schrauber Jan" aus Krautsand.

"Wir sind bereits dabei eine neue große Fahrt zu planen"

Mariette und Peter Clermont, New Silk Road 2014 Berlin-Peking

Die Reise liegt nun bereits einige Wochen hinter uns. Unglaublich! Es macht Sinn mit diesem Abstand Revue passieren zu lassen, was wir erwartet hatten und was dann tatsächlich während der sieben Wochen passiert ist. Wie sind wir auf die Idee gekommen an der Rallye teilzunehmen?Bereits in 2011 hatte Mariette einen Bericht über eine frühere Rallye in einer Deutsch-Chinesischen Zeitung gesehen. Was scherzhaft als „Wie wäre es mit einer Rallye nach China?“ anfing, entwickelte sich sehr schnell in konkrete Pläne.Ein passendes Fahrzeug für die Rallye musste gefunden werden. Es sollte ein Young-Timer sein. Auf einen gewissen Komfort wie zum Beispiel eine AirCon wollten wir nicht verzichten. Der erste Kandidat war ein Mercedes W 129 (300SL Bj. 1990) in weiß mit roten Lederpolstern (Mariette’s Traum). Das Traumauto hatte für unseren Geschmack  zu viele Vorbesitzer, und nach diversem probe-sitzen kam auch die Frage auf  „Wo verstauen wir eigentlich unser Gepäck ?“. Die Suche ging weiter. Ein Mercedes sollte es sein; ein Cabrio mit genügend Platz für alles was wir auf der Reise benötigen würden. Da blieb eigentlich nichts anderes übrig als ein A124. Über mobile.de fanden wir dann auch das passende Fahrzeug (300 CE-24 Bj. 1993). Ein Sammler aus Suhl (Thüringen) verkaufte ein wunderschönes Exemplar mit nur 73.000 km auf dem Tacho. Im Vorfeld der Reise kamen uns immer wieder Bedenken, ob das Auto nicht zu schade für eine Rallye mit schlechten Strassenverhaeltnissen ist. Im Nachhinein betrachtet haben wir unsere Entscheidung jedoch nicht bereut. Das Auto hat die Strapazen der Reise bis auf eine gesprungene Frontscheibe einwandfrei überstanden. ReisevorbereitungenDie Vorbereitung der Reise war ein großer und interessanter Teil des Gesamtprojekts.  Glücklicherweise stand ausreichend Zeit zur Verfügung, da besonders der Aufbau eines eigenen Tracking der gesamten Reise-Route („MapOut“-app für iPad und iPhone) sich als zeitintensiv herausstellte. Wir waren uns nicht sicher ob das avisierte Garmin GPS unseren Anforderungen entsprechen würde (was sich im Nachhinein als unbegründet herausgestellt hat). Ersatzteile brauchten wir in dem Sinne nicht mitzunehmen; das Auto war gerade einmal über die „Einfahrphase“ hinaus. Kurz vor Beginn der Reise wurde unser Auto in der Berliner Mercedes-Niederlassung auf Herz und Nieren geprüft und alle Flüssigkeiten gewechselt. Das Abenteuer konnte beginnen.Die ReiseEs würde den Rahmen sprengen, wenn wir hier einen umfassenden Reisebericht abgeben würden. Um es kurz zu fassen, wir haben uns besonders auf Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan) gefreut.  Die orientalische Schönheit  von Städten wie Khiva, Buchara und Samarkand hat uns begeistert. China haben wir in den vergangenen 20 Jahren immer wieder bereist. Es war spannend alte Erinnerungen aufzufrischen und die gravierenden Veränderungen und rasanten Fortschritte, die das Land in einer relativ kurzen Zeit erlebt hat, wieder einmal mit eigenen Augen zu sehen. Aber auch die Fahrt durch Russlands endlose Felder und der Besuch in  Wolgograd/Stalingrad sind erwähnenswert . Wir haben viel gesehen und erlebt. Die vielen verschiedenen Arten von Wüste und Steppe, die Fahrt über das Hochplateau mit Blick auf schneebedeckte Gipfel sowie die Einblicke in das Leben der jeweiligen Bevölkerung sind beeindruckend. Auch die jeweiligen Strassen- und Verkehrsverhältnisse werden wir nicht vergessen. FazitAuf der langen Reise haben sich Freundschaften entwickelt, die uns auch in Zukunft erhalten bleiben. Ein Effekt der Gruppenreise, der uns sehr freut. Insgesamt hätten wir gern ein ausgedehnteres kulturelles und touristisches, über den reinen Rallye-Alltag hinausgehendes Reiseprogramm bevorzugt. Würden wir eine ähnliche Reise wieder machen? Sicherlich. Allerdings in einer kleinen Gruppe von Fahrzeugen mit Teilnehmern, die sich bereits kennen und die in etwa die gleichen Interessen  haben. In der Tat sind wir bereits dabei eine neue große Fahrt  zu  planen.

"Glücklich, zufrieden, ja überwältigt, das drückt es wohl am besten aus"

Beate und Christian Brätsch, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Mit einem betagten R4 von Hamburg nach Shanghai fahren? Knapp fünfzehntausend Kilometer? An einem Stück? UNDENKBAR!

Dachten wir auch – aber, das war vor 56 Tagen + jetzt sind wir + unser tapferer „FRANZMANN“ gesund + wohlbehalten in der Megastadt Shanghai angekommen. Der R4 ist schon auf dem langen Seeweg zurück, wir haben den kurzen 12-Stunden-Trip mit China Eastern Airways gewählt.

Unsere Gefühle lassen sich kaum in ein paar Worte packen: Glücklich, zufrieden, ja überwältigt, das drückt es wohl am besten aus. Da haben wir unser Schicksal wirklich selbst in die Hand genommen, fremde Menschen + Kulturen erleben dürfen – übrigens immer + überall sind wir freundlich, neugierig + aufgeschlossen empfangen worden. Länder + Gegenden durchstreift, die uns vorher so gänzlich unbekannt waren, dass wir deren Namen kaum aussprechen konnten...

Taklamakan; ja, diese Wüste hat uns verschlungen, und es war sooooo schön. Und, bei all unseren Erlebnissen + abenteuerlichen Tagestouren, die wir zu bestehen hatten, waren wir NIE allein!

Nicht nur, dass wir unseren tollen Rallyeleiter Svend-Jörk, unsere wackeren Mechaniker Frank + Jan, unsere Ärzte Helmut, Walter + Hans bei uns hatten, die uns allesamt ein schönes Gefühl der Sicherheit gaben, nein – WIR waren eine mega gute Gruppe, die sich an guten + an schlechten, insgesamt 53!! Tagen gefunden + NIE im Stich gelassen hat.

Das WIR-Gefühl – das sitzt !!

Danke dafür – wir haben diese absolute Traumreise zu jederzeit + in vollen Zügen genossen. Wir haben viel dazu gelernt + unser Weltbild ist dadurch noch offener geworden.“

"Es war kein Tag wie der andere"

Svend-Jörk Sobolewski, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Die Reise brachte für mich schon ihre Herausforderungen mit sich, welche, mit denen man rechnen konnte und eben genauso viele, mit denen ich nicht gerechnet habe. Auf unserer gemeinsamen Reise habe ich sehr viel über Menschen und ihre unterschiedlichen Motivationen und Sichtweisen lernen dürfen. Es hat mir Spaß gemacht, euch bei Problemen mit den Autos helfen zu können. Auch habe ich viele gute und sinnerweiternde Gespräche geführt.

Es war kein Tag wie der andere, und viele von Euch werden sich schon öfter an diese Oldtimer-Rallye erinnern. Jedes Land riecht, schmeckt und funktioniert anders. Es war eine unglaublich lange Rallye, die uns durch langweilige, aber auch atemberaubend schöne Landschaften geführt hat. Wir haben gemeinsam schlecht gegessen und geschlafen – aber die meiste Zeit sehr gut.

Zehn Teams – alles Führungspersönlichkeiten – haben einen Weg gefunden, ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Mein Team und ich haben uns sehr gefreut, dass alle Fahrzeuge in Shanghai angekommen sind. Ich bin kein anderer Mensch geworden, aber ich habe viel über mich und über Euch nachgedacht.

Ich bin froh, dass ich nach der Reise wieder für meine Firma arbeiten kann. Ich habe verstanden, dass es schon etwas Besonderes ist, wenn man eine so lange Zeit von zu Hause fort sein kann, und mein Dank gilt insbesondere meiner Familie und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mir dies ermöglicht haben. Und selbstverständlich euch als Rallyeteilnehmern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

"Das ist Gespannfahren vom Feinsten."

Kay Müggenburg , New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Kurz nach der chinesischen Grenze, es ist kalt, wir sind auf rund 3.000 Meter in Sary Tash, morgens, minus zwei Grad und die Autos sind weiß vom Reif, mein Motorrad auch. Es sprang mal wieder auf Schlag an, keine Frost- und Höhenprobleme, schnell noch zur Tankstelle – sie ist geöffnet, und ich bekomme irgendwas in den Tank. Es geht endlich nach China. Vor mir das schneebedeckte Pamir-Gebirge, es ist toll hier oben, mir geht es gut, der R75 auch. Wir kommen in dichten Nebel, es wird unangenehm, nochmal rauf auf über 3.800 Meter, ich fahre langsam, mein Visier beschlägt, mir ist kalt, ich bin aber viel zu konzentriert, um zu frieren, es können Gegenstände auf der Straße liegen oder LKW, Tiere oder oder oder. Dann ging es wieder runter und raus aus den Wolken. Ich wäre gern im Schnee gefahren, aber der lag viel höher. An der Grenze wartete schon die Gruppe, hinter mir kam der VW-Bus an. Die Ausreise ging schnell, ich wurde langsam wieder warm. Dann durch das Niemandsland nach China – volle Schlammstraße. Ich saute mich in einer tiefen Pfütze mit Schlamm völlig ein, die war locker 30 Zentimeter tief, und der Schlamm ging überall hin. Es kamen noch diverse kleinere Schlammlöcher und bemalten die R75 mit einer beigen Farbe – Chinaschlamm-Gespann. Auch die Grenze nach China konnten wir schnell passieren, nur die Straßenkarten wurden streng kontrolliert.

Nun ging es auf zur Zollstation im Tal – warum das so war, keine Ahnung, eine Stunde sollten wir fahren, schlechte Wegstrecke – aber es wurden mehr. Die Strecke dahin war unbegreiflich schlecht, es war kalt, so um die zehn Grad, Nieselregen und – keine Asphaltstraße, wie die Chinesen sie in Kirgistan gebaut hatten, sondern Schotter- und Schlammwege. Manchmal dachte ich, es geht nicht weiter, dicker Schlamm lag vor mir und Steigung, aber das Gespann fuhr und fuhr. Schlaglöcher, teils über 40 Zentimeter tief, warfen bei der Durchfahrt den Schlamm über mich, und das Visier war ständig verdreckt. Dennoch machte es Spaß – und wieder hinein in den Schlamm und die Pfützen. Ich war durch und durch nass und voller Lehm. Der rechte Vergaser hatte Schlamm über den Gaszug bekommen und hing manchmal voll am Gas. Dann musste ich voll in die Bremsen gehen, es ging ja teils bergab. An einer ebenen Stelle schaltete ich den Motor aus, stand neben meinem Gespann und trank etwas. Da kam ein LKW mit 50 km/h oder mehr, haute voll durch den Schlamm und saute mich ein. An ein Reinigen des Vergasers war hier nicht zu denken, weiter ging es – es machte mir, ehrlich gesagt, Spaß – das ist Gespannfahren vom Feinsten. Es fehlte noch Schnee und es hätte noch ein bisschen mehr Schlamm sein können – sorry! Der Helm war häufig von innen verschlammt – von außen sowieso, genau wie ich. Es ist dazu zu sagen, dass die Wegstrecke von der Grenze bis zur Zollstation zu einer Autobahn ausgebaut wird. Daher die schlechte Straße. In einem Jahr wird es das Abenteuer nicht mehr geben.

Was soll‘s, das Hotel wartete – es ist ein Upgrade auf fünf Sterne – warme Dusche, Bar und Essen vom Feinsten – weiter, weiter. Aber das entpuppte sich später leider als Irrtum.

Die Zollstation war erreicht, total neu – Zufahrt natürlich durch Schotter und Schlamm. In der Zollstation mussten wir uns nach China einchecken mit einem Stück Gepäck und Pass. Es dauerte eine Stunde, und ich fing tierisch an zu frieren. Nach einigen Stunden weiter im Konvoi vom Schlimmsten nach Kashgar. Ich fuhr als erster hinter dem Begleitfahrzeug von Svend-Jörk, dann der Fiat mit Karin und Helga und dann der Rest. Nasse dreckige Straße, sehr viel Verkehr, der dreckige Gischt aufs Visier warf. Ich versuchte, es sauber zu wischen, aber irgendwann waren die Handschuhe auch dreckig, und ich fuhr langsamer, um Abstand zu halten. Da war schon wieder ein LKW vor mir, und irgendwann zerriss der Konvoi. Es wurde dunkel und alles viel schlimmer. Einen Seitenstreifen gab es nicht, ein Teil der Gruppe war nun weg. Hinter mir mussten noch vier Fahrzeuge sein, aber die konnte ich nicht mehr ausmachen. Irgendwann fand ich in der Dunkelheit eine kleine Abfahrt und raus und Stopp. Der VW-Bus, Dietmar in seinem SL, Gunnar und Andrea in ihrem Volvo hielten an und machten mir Licht. Es kamen dann auch gleich ein Dutzend Besucher irgendwo her, wieder Grabbeln am Motorrad. Das Visier wusch ich mit Trinkwasser ab, auch den Scheinwerfer. Noch Benzin nachgekippt, Jan machte mich hinten sauber und weiter ging es, Dietmar vorweg mit GPS und der VW hinterher mit gelber Blinkleuchte. Wir erreichten dann auch bald die vorgefahrene Gruppe sicher an der Maut. Danke an die drei!

"Es war ein unvergessliches Erlebnis!"

Andrea und Gunnar Flenner, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Es gibt einfachere Wege nach Shanghai zu kommen, als mit einem Oldtimer in 50 Tagen 14.000 Kilometer durch acht Länder zurückzulegen – aber wahrscheinlich gibt es kaum Wege, die besser sind, um Land und Leute kennen zu lernen.

Vor den eigenen Augen vollzieht sich der langsame Wechsel der Landschaften, der Kulturen und der Gesichter. Vom christlich geprägten Europa geht es entlang schier endloser Steppen und Wüsten durch moslemisch geprägte Landstriche bis hin zu den quirligen und überfüllten Regionen des modernen Chinas. Karge Wüsten und Steppen, bizarre Steinformationen und atemberaubende Passfahrten bestimmen den Tag. Überall entlang der Strecke begegnet man Menschen, die die ungewohnten Fahrzeuge und deren Insassen neugierig, aber immer freundlich beäugen.

Die anfängliche Scheu ist schnell überwunden, auch ohne eine gemeinsame Sprache verständigt man sich. Egal, ob Begegnungen in entlegenen Ortschaften oder die feierlichen Empfänge in den chinesischen Metropolen: Die Menschen sind immer herzlich und nehmen die exotischen Fremden freundlich auf.

Die Fahrt selbst, in einem Volvo Amazon von 1966, ist Fahrspaß pur. Mal geht es im Tross durch die Landschaft, mal fährt man allein. Die Rallye-Prüfungen bringen Abwechslung und stellen das fahrerische Können unter Beweis. Spätestens am Abend trifft man sich im Team der Teilnehmer, tauscht Erlebnisse und Erfahrungen aus. Und am Ende der Reise ist man sich einig: es war ein unvergessliches Erlebnis!

"Zu jeder Zeit sicher und geborgen"

Walter Blanke, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Ich habe die Rallye Hamburg-Shanghai in der Funktion als ärztlicher Begleiter von Astrachan in Russland bis Dunhuang in China begleitet. Um es vorweg zu nehmen, ernsthafte medizinische Probleme gab es keine. Leichte Durchfallerkrankungen, teils etwas hartnäckig, waren am Anfang an der Tagesordnung, aber mit der Reiseapotheke zu beheben. Unfälle oder Verletzungen blieben aus.

Meine Reise begann in Astrachan mit einer rasanten Fahrt durch die nächtliche Stadt zum überdimensionierten Hotel. Beim Frühstück die Teilnehmer kennengelernt, sehr unterschiedliche Menschen aller Altersgruppen. Wo kommst du her, warum die Reise? Die ganze Truppe sehr nett, begleitet von einer kompetenten Reiseleitung.

Besichtigung Astrachans, Kreml unter laufender Restauration, danach Fahrt zur Wolga, Melonen, arme Dörfer, Bootstour mit Lotusblumen und vielen Vögeln. Anglerparadies. Weiter zunächst durch fruchtbares grünes Land, dann allmählicher Beginn der Steppe Kasachstans, Katastrophenstraßen, eine Herausforderung. Der Ural, das Ende Europas, die ersten Basare. Frustraner Versuch, das Kaspische Meer zu erreichen, 20 Kilometer undurchdringlicher Schilfgürtel. Hungerwüste, Grenze Usbekistan, endlose LKW-Karawanen, Afghanistan lässt grüßen. Zelten oder Schlafen im Teehaus, fades russisches Bier aus Plastikflaschen, Stimmung super. Der viel besungene Aralsee hat sich im Sand versteckt, der Amudarja nur ein Rinnsal, überall Baumwolle. Khiva, prachtvoll restauriert, ein erster Eindruck der Seidenstraßenpracht, Buchara eine Steigerung, Minarette, Moscheen, Basare, nette Lokale, Teppiche. Samarkand das absolute Highlight, Pracht des Orients. Der Sandplatz, einer der schönsten Plätze der Welt, Abendstimmung mit Wodka, super. Tashkent, wenig spannend. Fergana, grünes Tal, Seide.

Kirgistan, Osh, Opiummetropole, nichts gemerkt, Polizisten mit Kalaschnikows. Dann immer höher, Pamirhighway, die ersten 6000er, Übernachtung auf 3.500 Metern Höhe, für die Truppe kein Problem. Nomaden, Mongolen? Sehr einfach, kalte Nacht. Fahrt durch Wolken auf fast 4.000 Metern nach China. Kashgar, Uiguren, immer noch moslemisch, Basare, alle auf den Straßen. Fahrt mit fantastischem Panorama durch die Takmalakan Wüste, Wechsel von Stein, Sand und Salz. Blick auf das Karakorum Gebirge, der K2 versteckt. Städte werden chinesischer, aufgeräumt. Jade, Jade. Dunhuang, riesige Sanddünen fast bis in die Stadt. Mondsichelsee und Grotten. Ein paar letzte Biere im Nachtbasar und zurück nach Hause.

Für mich als „Außenstehender“, nicht Autofahrender eine tolle Reise und Erfahrung, wenn auch gelegentlich etwas anstrengend. Belohnt wird man mit fantastischen Eindrücken aus einer anderen, uns unbekannten Welt mit ihren eigenen, teils noch unverbrauchten Kulturen. War mein „Abschnitt“ überwiegend von moslemischer Religion geprägt, so fühlten wir uns doch immer frei, und auch die Frauen konnten sich uneingeschränkt bewegen. Wir haben nur freundliche, neugierige Menschen getroffen und uns zu jeder Zeit sicher und geborgen gefühlt. Wenn man sich auf eine solche Reise einlässt und gelegentliche Mängel bezüglich Hygiene, sanitärer Einrichtungen und westlichen Standards ignorieren kann, bleibt es ein unvergessliches Erlebnis und Abenteuer. Wenn dann noch eine nette Truppe unterwegs ist mit einer super Reiseleitung ... Man hat die Seidenstraße gemacht, in einem Auto als Kamel.

"Ich kann jedem, der den Mythos der Seidenstraße erleben möchte, eine Reise empfehlen."

Günther Degner, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Meine dritte China Rallye, dieses Mal aus einer anderen Sicht, als Beifahrer von Klaus, Thorsten, Jan und Svend-Jörk.

Das Abenteuer begann am 12. September.2012 in Tashkent, der Hauptstadt von Usbekistan, und endete am 4. Oktober in Xi’an, China, mit der Besichtigung der Terrakotta-Armee des Kaisers Qin Shihuángdì. Die Strecke für die südliche Route der Seidenstraße am Rande der Sandwüste Taklamakan war rund 5.000 Kilometer lang. Im Tarim-Becken mit den extremen Randbedingungen entstanden im Laufe der Jahrhunderte entlang der Seidenstraße Oasenstädte, buddhistische Klosteranlagen und Höhlenmalereien bei Turfan und Dunhuang.

Die Unterhaltung mit Landesbewohnern erfolgte oft mit Hilfe der Gestensprache und der Rallye-Postkarte, auf der der Routenverlauf und das jeweilige Land mit der Landesflagge gekennzeichnet waren. Für mich waren die Städte, Landschaften, Kulturstätten und Gesichter wichtig – und zu sehen, wie sich das soziale Verhalten einer Gruppe im Laufe einer Reise darstellt.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, und so möge sich der Betrachter die schönsten Bilder aussuchen. Aufregend wurde die Reise, wenn Autos eine Panne oder sich verfahren hatten oder im Gelände stecken blieben. Hier war dann die Entscheidung der Rallye-Leitung oder des Servicefahrzeugs gefragt.

Für das Gelingen der Rallye möchte ich China Tours, den Reiseleitern und den Reiseführern in den von uns durchfahrenen Ländern, dem Rallyeleiter, den Mechanikern und den Ärzten danken. Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Wang, die uns durch die Klippen der chinesischen Bürokratie führte und immer bereit zur Hilfe war. Zu loben ist auch der gute Zusammenhalt der Rallye-Teilnehmer.

Ich kann jedem, der den Mythos der Seidenstraße erleben möchte, eine Reise empfehlen.

"Ein Traum von 4.838.400 Sekunden oder 80.640 Minuten, von der jede einzelne es wert war"

Helga Elwes, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Die Reise war schon lange gebucht, und nun ging es an die Vorbereitungen: vor allem ein Auto beschaffen. Es wurde gefunden, der Verkäufer gab es in die Werkstatt, falls noch etwas zu richten sei, und es wurde durch den TÜV abgenommen. Meine Mitfahrerin wollte ganz sicher gehen und brachte den Wagen noch in eine andere Werkstatt, die noch einige Kleinigkeiten fand und behob. Uns wurde versichert, dass wir damit bis nach Shanghai kommen. Dass es nicht so war, mussten wir gleich in der ersten Woche feststellen, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine eigene Vorbereitung fiel – wie bei allen meinen Reisen – mager aus. Am Tag vor der Abreise noch bis 22 Uhr arbeiten, letzte Sachen einpacken, Taxe bestellen und dann morgens zum Treffpunkt. Karin, meine Mitfahrerin, kam mit dem Auto an – dem FIAT 132.

Es war ein wunderschöner Tag, die Fahrzeuge wurden vorgestellt, Freunde hatten sich eingefunden, wir wurden mit Vorführungen, Reden und guten Wünschen verabschiedet, und dann ging es durch den bunten Startbogen los. – We are on the road.

Dresden war unsere erste Stadt. Wunderschöne und interessante Häuser. Auf unserer gesamten Reise haben wir die unterschiedlichsten Wohngebäude gesehen: kleinste viereckige, ärmliche Lehmbauten mit Flachdach, schöne kleine Häuser mit Gärten, größere Häuser, schön verziert, auch mal holzgeschnitzte Embleme an den Fronten, alle meist von der Straße mit langen Mauern abgetrennt und oft mit einem sehr schönen riesigen Eingangstor. Je weiter wir nach Osten kamen, desto größer und höher wurden die Häuser – und in China dann Trabantenstädte mit einheitlichen Hochhäusern in unendlicher Zahl mit 30 und noch viel mehr Stockwerken. Shanghai hatte auch viele Hochhäuser, aber teils in wunderschöner oder interessanter Bauart. In den einzelnen durchquerten Ländern besuchten wir natürlich auch imposante historische Bauwerke.

Jeder neue Tag war spannend: Wie sieht das Hotel aus, wie ist das Essen? Die Unterkünfte lagen zwischen dem absolut einfachsten (oder der Alternative: Zelten) und dem luxuriösisten. Auch lernten wir in den einzelnen Ländern die lokalen Genüsse und Gewohnheiten kennen. Ich fragte einmal, ob wir auch irgendwo Kaviar bekommen könnten. Mir wurde gesagt: „Du bekommst deinen Kaviar.“ Eines Tages stand dann morgens auf dem Buffet das erste Mal Kaviar. Da bei wenigen Interesse daran bestand, konnten die Kaviargenießer sich richtig gütlich daran tun. Voller Freude sah ich ein paar Tage später morgens auf der Anrichte wieder Kaviar. Ich nahm mir eine gute Portion. Ich hatte meine Brille vergessen und musste dann am Tisch feststellen, dass ich mir Orangenmarmelade aufgefüllt hatte.

Genauso spannend war jeden Tag die Frage, wie die Straßen sind. Es gab absolut sehr gute Straßen und Autobahnen, dann aber auch wieder so schlechte, dass man durchgeschüttelt wurde, als wenn man in der Achterbahn sitzt. Dann wieder überall tiefe Löcher. Jedesmal musste man schnell überlegen, wie man das angeht und an welcher Seite man vorbei fährt. Es ging oft stundenlang nur geradeaus, weiter fuhren wir Serpentinen rauf und runter, mussten sehen, wie wir Böschungen meisterten, hatten Sandabschnitte, wo durchgestartet werden musste, damit man nicht stecken blieb, dafür konnte man dann durch den aufwirbelnden Staub nichts sehen.

Die Belohnung waren immer wieder neue Ausblicke. Die Bergwelt war so vielfältig, dass man aus dem Staunen nicht herauskam. Aber auch die Ebenen bis zum Horizont faszinierten. Wüsten bestanden für mich vor dieser Reise nur aus Sand. Jetzt habe ich gesehen, dass es Steinwüsten, steppenähnliche Wüsten usw. gibt und alles in verschiedenen Formationen.

Gestaunt haben wir auch, wie und was und womit alles auf den Straßen transportiert wird. Auf der einen Seite absolut riesige Lastwagen, so groß, wie ich sie noch nie gesehen hatte und so hoch beladen, dass es schon beängstigend war (z.B. 24 PKW auf einem Laster). Auf der anderen Seite kleine und kleinste Gefährte, die nach meiner Überzeugung auch überladen waren, und dann die vielen Mofas. Unglaublich, was damit alles transportiert wurde. Mir ist bis jetzt noch ein Rätsel, wie ein Fahrer es geschafft hat, ein lebendiges Schwein zwischen Lenker und seinen Beinen zu kutschieren.

Immer wieder trafen wir Einheimische, fotografierten und wurden fotografiert, sprachen mit Händen und Füßen; beide Seiten verstanden wahrscheinlich kaum etwas, aber wir hatten dabei viel Spaß.

Mehrere Städte bereiteten uns mit Transparenten an den Treffpunkten, dann Fahrbegleitung zu Empfängen mit Vorführungen, Essen, Besichtigungen, schöne Stunden. Ich war überrascht und begeistert, mit welcher Herzlichkeit und Freude wir begrüßt wurden. Auch die Stunden im VW-Werk waren einer der Höhepunkte. Wann gab es für mich in meinem Leben so viel Engagement?

Ich habe gesagt, für diese Empfänge könnte ich die Reise gleich noch einmal machen. Ich bin in Hamburg losgefahren und in Shanghai angekommen. Dazwischen liegt ein Traum von 4.838.400 Sekunden oder 80.640 Minuten, von der jede einzelne es wert war, diese Reise gemacht zu haben.

"Wir genießen VIP-Status"

Hans Beiersdorf, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

So viel Urlaub kriegt keiner, der in einem festen Arbeitsverhältnis steht. Und so klingelt bei mir Anfang Februar das Telefon, und Walter fragt, ob ich Lust habe, als Rallye-Arzt zwei Wochen nach China zu fahren.

Die Entscheidung ist schnell gefallen. Anfang Oktober von Zentralchina nach Shanghai eine Oldtimerrallye zu begleiten – wer würde da schon nein sagen. Im Mai dann das erste Treffen mit allen Teilnehmern, mit Streckenbeschreibung und weiteren Einzelheiten. Erstaunlicherweise wird die Zeit schon fast knapp, denn für alle anderen geht die Reise schon im August los und zahlreiche Visa müssen besorgt und andere Formalitäten erledigt werden.

Mitte August dann die Startveranstaltung am chinesischen Teehaus in Hamburg, an einem der heißesten Tage des Jahres. Da packt einen doch das Fernweh, wenn der ganze Tross auf die Reise geschickt wird. Und für mich bleibt zunächst nur, die Rallye per Internet-Blog zu verfolgen.

Sechs Wochen vergehen jedoch schnell, und Anfang Oktober dann der große Sprung nach Lanzhou in Zentralchina am Gelben Fluss, mit 3 bis 4 Millionen Einwohnern, bekannt als eine der zehn Städte mit der stärksten Umweltverschmutzung auf unserem Planeten. Vor dem Flughafen grüßt überdimensional das berühmte „Fliegende Pferd“. Die Bronzeskulptur wurde hier in der Nähe gefunden und stammt aus einer Zeit mit klarerem Himmel. Ich erreiche das Hotel spät. Einige Rallye-Teilnehmer finde ich noch in der Lobby, und mache meine erste Bekanntschaft mit Fünf-Körner-Schnaps.

Am nächsten Morgen dann für mich das erste Mal Briefing: Wo geht es hin, wird in Gruppe gefahren oder einzeln, wo gibt es Nudelsuppe, wie wird das Wetter. Vom Wetter ist, wie in den ganzen nächsten Tagen, nichts zu sehen. Immer nur Dunst. Manche sagen Smog dazu, andere meinen, das sei auch vor der Industrialisierung hier schon so gewesen. Korrektur: Nachmittags gab es doch noch Wetter, und zwar Regen. Hier im Norden Chinas heiß ersehnt, da es schon seit Jahren ungewöhnlich trocken ist. Es gibt sogar Pläne, den Norden über Kanäle aus dem Süden Chinas zu bewässern.

Xian ist auf meinem Reiseabschnitt das erste touristische Highlight: die alte Hauptstadt Chinas mit einer rechteckigen Stadtanlage und einer erhaltenen 16 Kilometer langen Stadtmauer, deren Krone so breit ist, dass man zweispurig fahren könnte. Das Grabmal des ersten chinesischen Kaisers mit der berühmten Terrakotta-Armee liegt vor der Stadt. Wir machen einen Busausflug dorthin und erleben China gestern und heute. Die Tonsoldaten stehen diszipliniert in ihren Gruben, so wie sie gefunden wurden. Und drumherum 100.000 Chinesen, die sich an ihrem Disneyland freuen. China hat zum Nationalfeiertag eine Woche Urlaub, und die Partei hat ihrem Volk dazu eine mautfreie Woche auf der Autobahn geschenkt. Davon profitieren wir nun auch, wenn man es so nennen kann.

Der nächste Tag führt uns zurück an den Gelben Fluss, wo wir in der Stadt San Man Xia mittags mit Trommeln und Musik empfangen werden. Mittagessen mit den städtischen Honoratioren in einem weiß-marmornen Hotel über der Stadt mit Blick auf den Fluss, der wieder mal im Dunst (?) verschwindet. Der Bürgermeister berichtet stolz über die Wirtschaftskraft seiner Gemeinde. Zehn Milliarden Euro bleiben nach Entrichtung aller Steuern pro Jahr im Stadtsäckel. Oder hab ich da was verkehrt verstanden?

Außerhalb der Stadt wurde vor einigen Jahren ein Fürstengrab entdeckt und ausgegraben, älter als das von Xian, aber lange nicht so bekannt und deshalb still und fast ohne Besucher. Auch soetwas gibt es in China.

Die nächsten Tage vergehen mit viel, viel Autobahnfahrt, aber auch mit touristischen Höhepunkten, wie den Longmen-Grotten in einem schluchtartigen Durchbruch eines Nebenflusses des Huanghe. Wir genießen VIP-Status und dürfen ganz vorne am Eingang auf einem abgesperrten Platz parken. Als Gegenleistung gibt es Fotos mit Auto und Langnase.

Im Shaolin-Kloster überschlägt sich der Rummel dann noch einmal. Dass es sich hier um ein buddhistisches Kloster in bergiger Umgebung handelt, entnehme ich erst zurück zuhause einem Bildband. Höhepunkt ist eine „Kampfkunst“-Vorführung mit Publikumsbeteiligung (und einer sehr adretten Ansagerin). Auf der Weiterfahrt gab es dann eine phantastische Nudelsuppe, bei der sich die Bedienungen über unsere Chopstick-Künste amüsierten.

Wir haben auf weiteren strammen Autobahnetappen die Küstenebene erreicht, besichtigen Nanjing mit der Altstadt, dem Konfuziustempel und dem Mausoleum für Sun Yatsen, dem Gründer der Republik. Abends stehen vor unserem Hotel mindestens hundert schwarze Limousinen mit verdunkelten Fenstern. Der große Hit hier in China, jeder wär so gerne Funktionär.

Man glaubt es nicht, es wird tatsächlich so langsam sonnig gegen Ende der Reise. Wir kommen nach Wuxi, am Kaiserkanal und einem der größten chinesischen Binnenseen gelegen. Hier wieder offizieller Empfang mit Musik und Fotos. Mittagessen mit den Honoratioren, Spaziergang am See mit Dschunkenfahrt und abends Altstadtbummel am Kanal. Sehr entspannt und eine fast europäische Kneipenszene.

Endspurt nach Shanghai, weiter bei Sonnenschein mit Besichtigung des Volkswagenwerks vor den Toren der Stadt und letzter Sonderprüfung für unsere Rallye-Teilnehmer, mit quietschenden Reifen auf dem Testgelände unserer Gastgeber. Jetzt bleibt nur noch der Zieleinlauf im Konvoi vor dem Hotel. Nicht ganz einfach, hier im Verkehr der 18-Millionen-Stadt zusammenzubleiben. Aber unsere Rallye-Leitung hat wie in den vergangenen acht Wochen alles im Griff.

Die letzten beiden Tage bleiben, um die wichtigsten Attraktionen von Hamburgs Partnerstadt zu erleben. Dazu gehören natürlich die Wolkenkratzer von Pudong, dem neuen Shanghai, wo gerade Chinas höchstes Gebäude entsteht, und ein Spaziergang am Bund, dem linken „alten“ Ufer des Huangpu, von wo man auch trotz Kahlschlagsanierung noch einige alte Stadtquartiere erwandern kann. Jetzt Kofferpacken, Abschiedsfest auf bayrisch im Hofbräu mit Musik von Lütt Matten, unserem Kameramann und meinem geschätzten Zimmergenossen in den letzten zwei Wochen. Und dann wars das. Unglaubliche Reise!

"Wir hatten eine geile Zeit!"

"Wir hatten eine geile Zeit!"Dietmar Fischer, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Ein einzigartiges Abenteuer war angekündigt: „Fahren Sie mit Ihrem Old- oder Youngtimer auf einer Rallye über 15.000 km entlang der legendären Seidenstraße von Hamburg bis nach Shanghai. In 56 Tagen durchqueren Sie acht Länder: von Deutschland über Polen, die Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan bis nach China. Es erwarten Sie atemberaubende Landschaften, kulturelle Highlights aus Tausendundeiner Nacht, spannende Begegnungen mit fremden Kulturen und natürlich das einmalige Fahrgefühl mit Ihrem eigenen Wagen.“

Mit diesem Text hatte China Tours die Rallye Hamburg- Shanghai präsentiert und bei mir damit gleich Augen, Ohren und Herz und, wichtig für einen Schwaben, auch den Geldbeutel geöffnet. Wie sind meine Eindrücke und Empfindungen nun nach Abschluss der Reise? Wurden die Aussagen des Werbetextes eingehalten?

Ja, ich habe atemberaubende Landschaften und kulturelle Highlights aus Tausendundeiner Nacht gesehen. Ja, ich habe die spannenden Begegnungen mit fremden Kulturen und das Fahrgefühl mit meinem Oldtimer genossen (auch wenn ich bei schlechten Straßenverhältnissen manchmal mit ihm gelitten habe).

Bei unserer langen Reise durch Osteuropa, durch Zentralasien und durch China haben wir vielfältige Eindrücke von den Ländern, den Menschen, den Landschaften, den Kulturen, der Geschichte, den Traditionen, der Infrastruktur und von vielen weiteren Aspekten bekommen. Ich habe jeden Tag genossen, habe mich über das Unbekannte, das Unerwartete und über die Begegnungen mit den Menschen gefreut. Das nicht perfekt durchorganisierte, aber doch immer irgendwie funktionierende Leben in den bereisten Ländern und die Gelassenheit der dortigen Bewohner haben mir gezeigt, in dem Neuen und dem Unbekannten das Positive zu erkennen und mich daran zu erfreuen und nicht das Negative zu suchen.

Die Reise war für mein Empfinden gut konzipiert, vorbereitet und organisiert, mit einer interessanten Streckenführung und abwechslungsreichen Besichtigungsorten, die einen Einblick in die jeweiligen touristischen Highlights gaben. Die Mischung von Fahrzeiten und Fahrtstrecken und den Zeiten für Freizeit, Fahrzeugcheck, Besichtigungen, eigenen Aktivitäten und Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung entsprach voll meinen Erwartungen. Sehr positiv fand ich auch, dass die Teams die Möglichkeit hatten, die jeweilige Fahrgeschwindigkeit und teilweise auch die Fahrtstrecke selbst festzulegen und unabhängig von der Gruppe zurückzulegen.

Ich habe während der acht Wochen in unserer Gruppe und auch außerhalb viele interessante Menschen kennen gelernt, die durch die vertiefenden Gespräche, die Begleitung und die Unterstützung auch dazu beigetragen haben, dass die Reise zu einem grandiosen Erlebnis für mich wurde. Diesen Menschen bin ich sehr dankbar. Dankbar bin ich auch meinen Freunden Thomas Petek und Olli Weidner, die mich auf Teilstrecken begleitet haben, und den mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Reise betrauten Personen, von denen wir ja einige im Verlauf der Reise kennen gelernt haben. Besonders dankbar bin ich aber Svend-Jörk, unserem engagierten, unermüdlichen Rallyeleiter, und seinem Team für die gute fachliche Arbeit, die menschlichen Kontakte und die freundliche Begegnung. Ich bin froh, sie kennen gelernt zu haben.

Mein Resümee der Reise in Anlehnung an einen Songtext des Rappers Frauenarzt in einem Satz: „Wir hatten eine geile Zeit!“

"Eine unglaubliche, eine prägende Erfahrung, entlang der legendären Seidenstraße"

Mareike Branitzky und Thies Heinrich, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

2. Oktober 2012: Endlich war es soweit, wir, Mareike und Thies, machten uns auf den Weg, die Rallye Hamburg-Shanghai auf den letzten Etappen ab Xi’an zu begleiten. Nach 10.612 Kilometern Flug und den Zwischenstationen Amsterdam und Shanghai erreichten wir fast 24 Stunden später Xi’an. Am Abend des 3. Oktober trafen wir dann die ersten Rallyeteilnehmer und die Rallyeleitung bei einem gemeinsamen Essen im Hotelrestaurant. Es galt, zeitig ins Bett zu gehen, da tags drauf der Besuch des Mausoleums Qín Shihuángdìs, gemeinhin bekannt als Terrakotta Armee, eine Busstunde entfernt anstand.

Eines ist gewiss, mit einer 178 Zentimeter großen gut aussehenden Frau ein chinesisches Wahrzeichen zu besuchen, dazu noch an einem landesweiten Feiertag, bringt einige Fotoshootings mit sich. Nie empfanden wir die Neugier der Chinesen als störend, stets waren sie freundlich, fast ein wenig zurückhaltend oder schüchtern.

Am darauffolgenden Tag stand unsere erste Rallyeetappe an: War zunächst geplant, dass wir in den Fahrzeugen der Leitung mitfahren, saßen wir dann doch aktiv am Steuer der Nr. 7 – einem roten Mercedes Benz 280 SE.

Ein Glücksfall, denn das aktive Teilnehmen am chinesischen Verkehr lässt einen um ein Vielfaches ruhiger agieren als im deutschen. Die chinesischen Verkehrsteilnehmer bleiben – trotz vermeintlichem Chaos – stets freundlich. So darf man auch das ständige Hupen keinesfalls als aggressives Verhalten auslegen, vielmehr dient es der Bitte um Aufmerksamkeit.

Unsere weiteren Etappen fuhren wir hauptsächlich auf gut ausgebauten Autobahnen, wie gemacht für einen Oberklassewagen der 70er Jahre. Kai, unser Gespannfahrer, hatte es da schon schwerer, gilt doch ein allgemeines Krad-Verbot auf den Autobahnen, weshalb er ein ums andere Mal mit Landstraßen vorlieb nehmen musste. Der Mercedes fuhr sich entspannt und wenn es sein musste auch sportlich – bei Überholmanövern über den rechten Seitenstreifen (ganz selbstverständlich in China).

Spaß gemacht haben uns auch diverse Sonderprüfungen durch die Rallyeleitung.

Mit dem, was wir in den Zwischenstationen Luoyang, Bengbu, Nanjing und Wuxi erlebten, wäre es für sich genommen schon leicht, ganze Romane zu füllen. Nach Ankunft in den erstklassigen Hotels wurden immer wieder tolle Exkursionen durch Herrn Liu Guosheng angeboten.

Ein Erlebnis waren die Restaurantbesuche, welche zumeist abends mit den anderen Rallyeteilnehmern stattfanden. Wenn einem mal die Gesprächsthemen ausgingen, fand man in den reichhaltigen, exotischen Gerichten immer wieder neue. Sehr beeindruckend: Hans, unser Rallye-Arzt, den nicht einmal schärfste Chilischoten aus der Fassung haben bringen können.

Leider erreichten wir schon nach acht Tagen Shanghai – eine Weltstadt. Derart beeindruckend, dass alles aufzulisten den Rahmen sprengen würde. Sei es die Puxi, die Kernstadt mit historischen Vierteln, oder aber die Freihandelszone Pudong auf der anderen Seite des Huangpu-Fluss, mit dem 492 m hohen Shanghai World Financial Center. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam in einem Brauhaus bei deutschem Bier und Haxen. Die dazu gelieferte Stimmungsmusik unseres Filmers Matthias heizte auch dem letzten ruhigen chinesischen Gemüt ordentlich ein.

Danke an alle Teilnehmer der Reise, die uns so gut und nett aufgenommen haben. Für uns als die jüngsten Mitarbeiter des Organisationteams war es eine unglaubliche, eine prägende Erfahrung, entlang der legendären Seidenstraße China, ein Land voller Geschichte und Zukunft, kennenzulernen.

All das Erlebte zu reflektieren wird sicher noch lange dauern, doch China hat uns nicht das letzte Mal gesehen, das ist sicher!

"Knapp 14.000 Kilometer und unglaubliche Erlebnisse"

Lars Goebel, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Es waren acht Wochen, knapp 14.000 Kilometer und unglaubliche Erlebnisse.

In diesen acht Wochen gab es sehr anstrengende Tage für unsere Gefährten (Autos), aber auch für uns selbst. Manchmal waren es dieselben Tage, weil die Straßen extrem schlecht waren und die Fahrt sehr anstrengend. Unsere Autos wurden durch die Straße strapaziert und wir durch die Fahrt an sich. Es gab auch Tage, die waren für das Auto ganz und gar nicht anstrengend, für den einen oder anderen Teilnehmer aber dennoch, weil der Tag so lang war, das Hotel gesucht werden musste, der Hunger nicht gestillt werden konnte oder es gar gesundheitliche Probleme gab. Dennoch hat sich die Reise für mich auf jeden Fall gelohnt, und für alle, mit denen ich gesprochen habe, ebenfalls. Wir haben uns untereinander alle kennengelernt, gesehen, wie die einzelnen Teilnehmer in den unterschiedlichen Situationen der Rallye reagieren, und gemeinsam interessante andere Menschen kennengelernt und tolle Erlebnisse gehabt. Gemeinsam haben wir die Herausforderungen gemeistert und sind erfolgreich und gesund und munter in Shanghai und letztendlich wieder in Deutschland angekommen. Auf unsere treuen Gefährten müssen wir noch etwas warten, aber auch diese werden bald wieder bei uns sein. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich vermisse meinen 3er BMW.

Wenn ich mich erinnere an den Tag, an dem wir die nicht mehr vorhandene Straße gefahren sind, die „Sandfelder“ durchwühlt und gar planiert haben wegen unserer geringen Bodenfreiheit – und dann umgedreht sind. Was unsere Autos an dem Tag mitgemacht haben und wir dadurch erleben durften: einfach unglaublich. Das Fahren und die Natur waren traumhaft, aber was uns, denke ich, auch allen Spaß gemacht hat, war der Kontakt zu den einheimischen Menschen. Zu sehen, wie die Menschen in den einzelnen Ländern leben, wie deren Mentalität ist und auch festzustellen wie unglaublich gut wir es in Deutschland momentan haben.

Wie Svend-Jörk einmal so schön sagte: „Eine Tour wie diese machen nicht viele Menschen“, dessen bin ich mir bewusst und stolz darauf, es mit einer so tollen Gruppe gemacht zu haben und das alles mit euch erlebt haben zu dürfen.

Natürlich gab es auch für mich auf der Reise den ein oder anderen Moment, wo es mir nicht so gut ging, oder ich einfach genervt war , zum Beispiel von Gestank und Dreck. Aber es gehörte nun mal zu der Reise dazu. Die meisten Tage waren super und einfach beeindruckend, interessant, schön und auch sehr lustig. Sei es wegen der beeindruckenden Natur, der interessanten Menschen, der schönen Ausflügen, der tollen Rallyeteilnehmer, mit denen doch jedes Abendessen – egal ob das Essen gut war oder nicht – sehr lustig war und viel Spaß gemacht hat. Ich hatte vor der Reise mit etwas weniger Abenteuer gerechnet, aber so täuscht man sich eben.

Ich fand die Reise toll und in Verbindung mit der Rallyeleitung (der wir es letztendlich zu verdanken haben, dass wir alle heil und gesund in Shanghai angekommen sind) und den tollen Rallyeteilnehmern definitiv einmalig. Ich werde mich immer gerne an die Reise und die Teilnehmer erinnern und würde mich freuen, in Kontakt zu bleiben.

"Nichts kann uns wirklich aufhalten"

Lotti und Manfred von Crailsheim, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Marco Polo und Sven Hedin reisten auf der Seidenstraße mit Kamel, mit Pferden oder mit dem Esel. Heute fahren nur noch verrückte Europäer (Isländer) mit dem Fahrrad über Pässe, die mehr als 3.700 Meter hoch sind. Wir jedoch reisen nicht mehr auf dem Kamel, sondern etwas bequemer mit Motorrad oder Auto. Die meisten unserer Fahrzeuge sind etwas älter. Das Motorrad von Kay stammt aus dem Jahre 1941. Der Fiat von Helga und Karin oder der Volvo von Gunnar und Andrea sind etwas jünger, aber auch Attraktionen. Sogar modernere „Rennwagen“ sind dabei – wie der BMW von Lars.

Fahrräder findet man nur noch vereinzelt auf den Straßen. Sie sind heute weitgehend durch Elektro-Skooter ersetzt. Der Verkehr in Zentralasien ist heute überwiegend motorisiert. Leise auf Elektro-Skooter unternimmt man Familienausflüge. Diese und knatternde, mit Benzin betriebene Motorräder sind ein Alptraum für uns verkehrsregel-gewohnte deutsche Oldtimer-Fahrer.

Touristen werden kostengünstig und schnell in sehr bequemen Freiluft-Taxis befördert. Auch Tiere genießen diesen Komfort auf ihrer letzten Fahrt zum Schlächter. Kleinere Lasten werden auf erweiterten Motorrädern transportiert. Hausumzüge können auf Tief- und Hochladern prompt und zuverlässig ausgeführt werden. Auch in der Landwirtschaft setzt sich zunehmend die Motorisierung durch. Größere Transporte gibt man jedoch besser in Auftrag Internationale Transporte stauen sich regelmäßig an den zentralasiatischen Grenzen und sorgen für lange Wartezeiten. Manchmal blockieren auch Lastwagen die Straße, und gelegentlich müssen Flüsse durchfahren werden, weil die Brücken defekt sind.

"Herrlich chaotische Straßenverhältnisse und Fahrweisen"

Karin Morgenthal, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

Ja, was ist nach so einer langen Reise in meiner Erinnerung geblieben??? Es sind sehr unterschiedliche Eindrücke, von positiv bis negativ. Von Dingen, die hätten anders eingefädelt werden können, und von Erlebnissen, die in mir Glücksmomente und tiefe Betroffenheit hinterlassen haben.

Da eine Gruppe, genau wie eine Klasse, immer ein Zufallsprodukt in der Zusammensetzung ist, war gerade in der Anfangszeit die Rallyeleitung, die uns die ganze Strecke begleitete, sehr gefordert, aus dieser Zufallsgruppe eine Gemeinschaft zu formen. Eine extrem große Herausforderung, gerade wenn die Gruppe so klein und sooo individuell ist.

Durch den angeschlagenen Fiat 132 hatte das Team 5 leider öfter Einschränkungen (z.?B. kleine Touren abseits der Straße) hinzunehmen, was mich, nach Betrachtung der vielen bildlichen Eindrücke anderer Teams, traurig stimmte. Auch fand ich es schade, dass der Sonderprüfungssieg nicht an ein Team mit einem Old- oder Youngtimer ging. Für mich ist und bleibt Team 3 der eigentliche Sieger.

Nun aber zu den vielen erfreulichen Erlebnissen, die mich nachhaltig und für immer beeinflusst haben. Abenteuer pur, das war mein Wunsch, ging auch in Erfüllung. Die herrlich chaotischen Straßenverhältnisse und Fahrweisen, kamen mir sehr entgegen. Warum gibt es, frage ich mich, bei einem solchen Chaos verhältnismäßig wenige Unfälle und bei uns, wo ja alles so geregelt ist, so viele???

Mein größtes Erlebnis, das ich, Lilo und Manfred sei Dank, mit ihnen, Thorsten und unserem chinesischen Reporter erleben durfte, war die Wüste Taklamakan. Die unendliche Weite dieser zweitgrößten Sandwüste durften wir in vollen Zügen genießen.

Die mächtigen, unterschiedlichen Bergformationen des Pamirgebirges beeindruckten mich ebenfalls sehr und nicht zu vergessen: vorher die vielen Kamele! (Ja, wo sind denn nun die Kamele??)

Ganz besonders bewegten mich die Fortbewegungsmittel jeder Größe und jeglicher Art.

Für mich endete das Abenteuerliche, als wir in China in die Zivilisation gerieten, riesige Städte, Hochhäuser in Massen im Bau, leider auf Kosten der alten Wohnhäuser, die radikal abgerissen wurden. Dieser Einschnitt betrübte mich am stärksten. Am letzten Tag in Shanghai schlenderten Helga und ich durch das Abrissviertel, das zwischen unserem Hotel und dem Interkontinental liegt. Es war erdrückend und unheimlich, wie die dort noch Wohnenden und wir gebannt auf den Bagger und die Laster blickten, wie der Schutt und damit die alte Lebensumwelt der ehemaligen Bewohner verladen wurde und somit verschwand. Beeindruckend fand ich das Bemühen der noch zwischen den Trümmern wohnenden Menschen, ihr noch teilweise heiles Haus samt Zugangsbereich sauber zu halten, mit Blumenschmuck wohnlicher zu gestalten und sich von ihrer eigenen nahenden Vertreibung nicht unterkriegen zu lassen.

Zum Schluss möchte ich mich ganz besonders bei Frank, dem Retter unserer Reise, für sein Versprechen, dass alle in Shanghai ankommen sollen, bedanken. Ohne ihn (teilweise von Svend-Jörk unterstützt), hätte der Fiat das Ziel nicht erreicht.

"Ein bisserl verrückt muss man wohl sein."

Gabriela und Klaus Endemann, New Silk Road 2012 Hamburg-Shanghai

„Sollen wir da mitmachen?“ Klaus kommt Ende November 2011 von der Essener Motor-Show zurück, hält mir den Flyer von China Tours, dem Veranstalter obiger Rallye, der einen Stand auf der Messe hatte, unter die Nase. Ich sehe mir die Reiseroute genauer an. Ziemlich lang, aber irre interessant, denke ich und sage spontan: „Klar, mit welchem Auto?“ Zunächst ist Klaus ungläubig und überrascht ob meiner direkten Begeisterung für diese Rallye, dann wird am selben Abend die Reise konkretisiert. Für diese lange Strecke muss ein zuverlässiges, robustes und bequemes Auto her, am besten ein Daimler. Air-Condition und Automatik wäre nicht schlecht. Und so wird danach gesucht und kurze Zeit später eben ein solches Fahrzeug auch gefunden und gekauft. Der Reise steht nichts mehr im Wege ...

Wo man sonst schon überlegt, weitere Strecken (so um die 1.500 Kilometer) vielleicht doch besser mit dem Flieger zurückzulegen, setzen wir uns nun ins Auto und haben 15.000 Kilometer vor uns. Ein Drittel des Erdumfangs! Eine gigantische Strecke, wenn man auf eine Weltkarte schaut. Ein bisserl verrückt muss man wohl sein. Aber es lohnt sich: Nur per Auto kann man die Länder, die wir durchqueren, so real erleben: historische Städte wie Breslau, Krakau, L’viv, Kiew, das traumhaft schöne Wolga-Delta mit riesigen Lotusfeldern, Steppen in Kasachstan, wo uns die ersten Kamele begegnen und die Seidenstraße beginnt. Märchenhaft – wie aus Tausendundeiner Nacht – die Moscheen und Medresen in Khiva, Buchara, Samarkand und Kashgar, die Wüsten Taklamakan und Gobi.

Ein unvergessliches Highlight auch Kirgistan, die Fahrt durch das Pamirgebirge in fast 4.000 Meter Höhe, die schneebedeckten Gebirge des tibetischen Hochlandes. Orient pur mit Basaren, wo Seide, weiße und grüne Jade angeboten werden, Gewürzhändlern, Viehmärkten wie zu Zeiten Marco Polos. Mogao- und Longmen-Grotten, Terrakotta-Armee, Pagoden, die Große Mauer und dann nach 53 Tagen: Shanghai, unser Ziel! Wir kommen alle glücklich und gesund hier an. Einige der Fahrzeuge hatten auf der langen Reise schlappgemacht, wurden von unseren Mechanikern flottgemacht und fahren nun alle ins Ziel. Wie im Flug verging die Reise! 48 Mal ein- und ausgecheckt und überall freundlichen Menschen in fremden Kulturen begegnet. Oft wurden auch wir betrachtet wie Menschen vom anderen Stern, fotografiert mit Einheimischen, die „Langnasen“ noch nie in natura gesehenen hab, nur aus den Medien kennen.

Heute, am 27. Oktober, wenn man ein Resümee zieht, muss man sagen, dass die Entscheidung diese Veranstaltung mitgemacht zu haben, richtig war! Die Organisation und Durchführung waren überwiegend professionell, auch wenn man hier und da (z. B. Sonderprüfungen) Verbesserungen vornehmen könnte.

Wir würden jedem Interessenten an den nächsten New-Silk-Road-Veranstaltungen eine Teilnahme empfehlen.

"Facettenreiches China"

Roland Strutt, New Silk Road 2010 Bremen - Shanghai

“Une aventure humaine exeptionelle dans une Chine aux multiples facettes.”
Auf Deutsch: Ein herausragendes menschliches Abenteuer in einem facettenreichen China.

"Langzeittherapie"

Dr. Bernd Brendle, New Silk Road 2010 Bremen - Shanghai

Die Self-Drive-Tour entlang der Seidenstraße war eine „Langzeittherapie“ zur Gelassenheit gespickt mit beeinduckenden Sehenswürdigkeiten und unerwarteten Überraschungen.

"Es war eine Self-Drive-Abenteuerreise"

Helmut Hartmann, New Silk Road 2010 Bremen - Shanghai

Es war eine Self-Drive-Abenteuerreise, als solche ein unvergessenes Erlebnis, was mich noch lange beschäftigen wird. Erfahrungen in den verschiedenen Ländern über Menschen, Kultur und Geschichte sind sehr wertvoll. Es hat sich während dieser siebenwöchigen Reise eine gute Kameradschaft gebildet – meine Menschenkenntnis hat sich bewährt. Insgesamt war es ein positives Erlebnis.

"Mein Traum ist Wirklichkeit geworden"

Svend-Jörk Sobolewski, New Silk Road 2010 Bremen - Shanghai

„Mein Traum ist Wirklichkeit geworden.“

"Für mich ist die Rallye ein großes Abenteuer"

Klaus Menßen, New Silk Road 2010 Bremen - Shanghai

“Ni Hao! Ich habe diese Reise angetreten, um neue Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen kennen zu lernen. Überrascht und über- wältigt hat mich die große Anteilnahme und Spontanität der Menschen, die unsere Oldtimer-Reise begleitet haben. Für mich ist die Rallye – mit all ihren Unzulänglichkeiten – ein großes Abenteuer, auf das ich mich jederzeit wieder einlassen würde.“