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Reisterrassen in China

Chinas Reisterrassen - Monumente bäuerlichen Fleißes

Die Reisterrassen zählen wohl zu den berühmtesten Landschaftsbildern im Reich der Mitte. Sie zieren die Hügellandschaften vieler Regionen und erstrecken sich beeindruckend von Horizont zu Horizont. In China gibt es viele Reisterrassen, die teilweise schon vor über 1000 Jahren angelegt worden. Zu den bekanntesten zählen die Reisterrassen von Longsheng bei Guilin und die Yuanyang Reisterrassen in der Provinz Yunnan.

Reisterrassen von Longsheng

Die Reisterrassen von Longsheng gelten als besonders idyllisch. Kein Wunder also, dass wir diese - als besonderen Mehrwert für unsere Gäste – nicht nur besuchen, sondern auch mitten in den Reisterrassen übernachten. Da die Region um Longsheng sehr bergig ist und es von Natur aus kaum eine flache Stelle gibt, wurden ganze Täler von der Yao-Minderheit bereits vor über 1000 Jahren für den Reisanbau per Hand terrassiert. In den angelegten Becken für den Reisanbau kann das Wasser wochenlang stehen und fließt nicht den Berg hinab. In den Reisterrassen gibt es Höhenunterschiede von mehr als 1000 Metern auf nur wenigen Kilometer.

Auf Besucher sind die Longji-Terrassenfelder oberhalb des Dorfes Jinjiang und das Gebiet Dazhai eingestellt. Die ganze Gegend ist Minderheitengebiet. Die Zhuang, Miao Yao und Dong erfreuen auch mit ihren schönen Trachten und Dörfern in traditioneller Baukunst. Ein ganz besonderer Augenblick ist der Sonnenaufgang in den Reisterrassen! Unser Video gibt Ihnen einen Einblick in die Faszination der Reisterrassen von Longsheng.

Lage: 80 km nördlich von Guilin

Reisterrassen von Yuanyang

Nirgends wohl sonst fasziniert eine vom Menschen gestaltete Landschaft so sehr wie hier, südwestlich der Kreisstadt Yuanyang nahe der Grenze zu Vietnam. Mit den Reisterrassen von Yuanyang richtete die ethnische Minderheit der Hani in Jahrhundertelanger Arbeit Hänge in 1000 bis etwa 1800 Meter Höhe für den Reisanbau her. An manchen Stellen sind die Reisterrassen über 2.000 Meter hoch.

Die Gesamtfläche liegt bei 130 Quadratkilometern. Am eindrucksvollsten ist diese Kulturlandschaft vom späten Februar bis April, ehe die Reispflanzen zu groß werden: Dann spiegelt sich in den abertausend Feldern ringsum der Himmel. Sehenswert sind auch die traditionellen mit Reisstroh gedeckten Holzhäuser der Hani.

Lage: 210 km Luftlinie südlich von Kunming (Hauptstadt der Provinz Yunnan)

Beste Reisezeit

Ein Besuch der Reisterrassen von Longsheng ist während des ganzen Jahres lohnenswert. Jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Reiz.

  • April bis Juni: Die Reisfelder sind nun bewässert. Bis Mitte Juni spiegelt sich die Sonne im stehenden Wasser der Terrassen.
  • Juli bis September: Bis Mitte September können Sie die Reisterrassen in einem kräftigen Grün bestaunen. In dieser Zeit befinden sich die Reispflanzen in der Vegetationsphase.
  • September bis Oktober: Die Reisterrassen erstrahlen Ende September und im Oktober in einem Goldgelb, da der Reis jetzt reif ist. Sehen Sie bis Mitte Oktober den Landwirten bei der Ernte zu.
  • Dezember bis Februar: Manchmal schneit es in Longsheng - Wenn Sie Glück haben, können Sie in dieser Zeit die Reisterrassen in einem weißen Gewand sehen.

Die beste Zeit, um in die Reisterrassen von Yuanyang zu reisen, ist von Januar bis März. Die Felder sind dann  bereits abgeerntet und wieder geflutet, sodass sich das Sonnenlicht in verschiedensten Farben in den Terrassen spiegelt. Zudem ist es zu dieser Zeit möglich, dass sich einige tiefe Wolken durch die Landschaft schieben. Dieses Szenario eignet sich perfekt für Fotos.

Die Bewohner der Reisterrassen

Über Jahrhunderte haben verschiedene ethnische Minderheiten die Felder von Longsheng  und Yuanyang Schicht für Schicht in die Berge der Regionen gebaut. In Longsheng haben schon vor über 1000 Jahren die Bewohner hier die Reisterrassenfelder angelegt. Diese schmiegen sich bis zu 880 Metern Höhe an die angrenzenden Berge. Dadurch haben sie weltweit große Bekanntheit erreicht und stehen auf fast jeder China-Reise auf dem Plan. Insbesondere die nationale Minderheit der Yao bewirtschaftet die Reisterrassen traditionell. Sie sind in der Gegend um Longsheng beheimatet und stechen vor allem durch ihre farbenprächtige Tracht sowie den aufwändig gefertigten Schmuck heraus. Die Haarpracht der Yao Frauen brachte ihnen sogar einen Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde. Sie lassen sich lediglich einmal im Leben ihre Haare schneiden. Demnach beträgt die Durchschnittslänge der Haare einer Yao-Bäuerin etwa 1,60 Meter.

In der Yuanyang-Region ist die Minderheit der Hani für den Aufbau der Reisterrassen verantwortlich. Noch heute finden sich viele Hani mit ihren farbenfrohen Gewändern auf den Feldern und in den Dörfern Yuanyangs. Aber auch andere Minderheiten wie die Yi, Dai, Yao und Zhuang sind hier beheimatet. Somit können Sie in Yuanyang viele verschiedene Kleidungsstile und auch Baustile der unterschiedlichen Minderheiten bewundern. Zum Beispiel die traditionellen pilzförmigen Häuser der Hani, erbaut aus Lehmziegeln und bedeckt mit Stroh.