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Shanghai


Eine Stadt, die vorwärts blickt, eine Metropole, die, ähnlich wie Hongkong, ihre eigene Attraktion ist und eine echte Weltstadt, stolz, cool, geschäftstüchtig, ambitioniert, eitel – und doch mit vielen liebens-
werten Ecken. Das Entwicklungstempo ist enorm.
Das Stadtautobahnnetz entstand Mitte der Neunziger innerhalb kürzester Zeit, und das gleichzeitig be-
gonnene Netz von U- und S-Bahnen reicht heute schon in alle Stadtteile.

Wenige andere Orte gründen ihr weltweites Reno-
mmee auf eine so kurze Geschichte. Unsere Vor-
stellung der Stadt als Sündenbabel, Mekka von Glücksrittern und Revolutionären, Zuflucht von Verfolgten und Gescheiterten gründet sich auf ihre Blütezeit in den Zwanziger-, Dreißigerjahren. Shanghai war damals Chinas erste echte Industrie-
stadt und zugleich – wie heute – vor Hongkong und Kanton die größte Handelsmetropole. Filme, Romane und Reportagen verbreiteten ihren Ruhm und den Schrecken vor ihrem Chaos in alle Welt.

2000 Jahre früher schwappte hier noch das Meer,
ehe der Jangtse Shanghais Boden anschwemmte.
800 Jahre später ankerten hier erstmals Schiffe,
und 1554/55 musste sich die nun schon kräftig prosperierende Hafen- und Handelsstadt gegen Piratenübergriffe mit dem Bau einer Stadtmauer wehren. 1842 begann der große Aufstieg, als Shanghai dem Überseehandel geöffnet wurde.
Nun erst konnte es seine einzigartige Lage an der Jangtzemündung ausspielen und zum Tor zu ganz Mittelchina avancieren. 1870 gingen bereits 70% des ganzen chinesischen Außenhandels über diese Stadt. Mit der Besetzung durch Japan 1937 und verstärkt ab 1949 durch die Isolierung Chinas vom Welthandel setzte ein Niedergang ein, von dem sich die Stadt erst ab den späten Achtzigern erholte – dann jedoch beinah explosionsartig.

Metro

Acht Linien sorgen für schnellen Transport. Man zieht Karten mit Magnetstreifen aus Automaten oder kauft sie am Schalter (bis zum Verlassen des Systems behalten). Busbenutzung ist ohne Chinesisch-
kenntnisse nicht zu empfehlen. Besser, man nimmt ein Taxi.

 

Küche

Shanghais Internationalität zeigt sich auch beim Speisen. Zudem sind alle chinesischen Regional-
küchen gut vertreten. Das beste Preis-Leistungs- Verhältnis gewährt aber die Shanghai-Küche. Für sie sind Gekochtes und Geschmortes sowie eine leicht süßliche Note typisch. Bei den Zutaten spürt man die Meeresnähe. Das beste Lokal, eine modern-inno-
vative Shanghai-Küche in passendem Ambiente zu genießen, ist Yé Shanghai 夜上海
Huángpí Nánlù 黄陂南路 338

 

Einkaufen

Die Nanjing Road 南京路 ist der Standort für gute, alteingesessene Kaufhäuser. Schnäppchen- und Souvenirjäger zieht es zum Trödlermarkt Fangbang Lu 457.

 

Reiseangebot

Chinesischer Name:

Shànghǎi 上海

Einwohner:

18 Mio. Einwohner

Provinz:

regierungsunmittelbare Stadt

Wetter:

1.127 mm Niederschlag/Jahr
Januar: 4,1 °C
Juli: 27,6 °C

Vorwahl:

021


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Unser Tipp:

Einmal an den Bund genügt nicht. Zweimal ist das Minimum: zum Frühsport, wenn die Stadt erwacht, und in der Abenddäm-
merung, wenn hüben und drüben die Lichter erstrahlen. Ein Muss sind auch das Stadtpanorama vom Fernsehturm aus, der Besuch des Shanghai-Museums, eine Akrobatikshow und ein Barbesuch.




Stadtviertel & Sehenswürdigkeiten


Bund

Pudong

Zentrum

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Altstadt

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Shanghai am Abend

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EXPO 2010

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