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Lijiang


Nicht viele chinesische Städte nehmen den Besucher mit ihrer Atmosphäre gefangen oder bringen ihn gar ins Schwärmen. Die Altstadt von Lijiang aber tut es, und dies in ungeahntem Maße. Noch wundersamer ist zu sehen, wie diese Stadt den touristischen Massen- ansturm verdaut. Schlepper und Nepper aller Art, woanders ein stetes Ärgernis, sind jedenfalls seltene Ausnahme. Dieser Erfolg hat etwas mit der Kultur der Naxi zu tun, deren Hauptstadt Lijiang ist.

Der Ort liegt an einer alten Handelsstraße nach Tibet, über die Ziegeltee und Pferde ausgetauscht wurden, und ist für seine Messing- und Silberverarbeitung bekannt. Das Gebiet ist stark erdbebengefährdet. Allein im 20. Jh. war die Stadt von fünf schweren Beben betroffen.


Naxi-Musik

Die Naxi wahren bis 900 Jahre alte Musiktraditionen, nicht nur eigene, sondern auch solche aus dem chi- nesischen Kernland. Dank des Engagements eines ortsansässigen Han-Chinesen konnten sie nach der Mao-Ära wiederbelebt werden. Der beste Ort, sie zu erleben, sind die abendlichen Konzerte in der Dayan Naxi Concert Hall; sie werden auch auf Englisch kommentiert.

Chinesischer Name:  

Dàyán Nàxī Gǔyuè Huì
大研纳西古乐会

Lage:

Dōng Dàjiē 东大街
(im Norden der Altstadt)

Öffnungszeiten:

täglich 20:00 Uhr

Eintrittspreis:

ab 100 Yuan
(spätestens am Morgen kaufen!)

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Küche

Lijiang erfreut mit einer Fülle familiärer Lokale, kleine Kneipen und Cafés. Die meisten finden sich am Kanal zwischen Sifang Jie und dem Nordende der Altstadt; dort kann man auch draußen sitzen. Eine Naxispezia- lität sind die gefüllten Baba-Fladen.

Chinesischer Name:

Lìjiāng 丽江

Einwohner:

30.000

Provinz:

Yunnan

m.ü.n.N.:

2.400 m

Wetter:

970 mm Niederschlag/ Jahr
Januar: 5,9°C
Juli: 18,1°C

Besonderheit:

Unesco-Welterbe seit 1997

Vorwahl:

0888

    Ausflüge




Altstadt

Durch ihr autofreies Gassenlabyrinth sprudeln klare Gebirgsbäche. „Das Wasser ist die Seele der Stadt“, sagen die Lijianger. Schnitzwerk ziert die einheitlich mit grauen Ziegeln gedeckten, sorgsam gepflegten Häuser, Blumen schmücken ihre Innenhöfe. Die äl- teren Frauen tragen noch die Naxi-Tracht. Besonders im Bereich des zentralen Platzes Sifang Jie und am Kanal nördlich davon reihen sich Restaurants und Cafés. Läden verkaufen ortstypische Waren, seien es Messinggefäße, Stickereien oder T-Shirts mit einer Bemalung in der Bilderschrift der Naxi, die nur für liturgische Zwecke verwendet wurde und zugleich als älteste Tanznotation der Welt gilt. Die Bewohner tan- zen auch heute noch gern. Allabendlich treffen sie sich auf dem Platz zum großen Reigen, und jeder darf mitmachen.

Chinesischer Name:  

Dàyán Gǔchéng 大研古城

Eintrittspreis:

Altstadtrestaurierungsgebühr
80 Yuan p.P. (wird über die Hotels erhoben)

Sifeng Jie:

Sìfāng Jiē 四方街

Marktplatz




Löwenhügel Shizi Shan

Vom zentralen Platz aus kann man nach Westen aufsteigen bis zum „Turm der Äonen“ (Wangu Lou) auf dem Gipfel mit großartigem Altstadtpanorama. Von oben wirken die einheitlich grauen Ziegeldächer der Altstadt wahllos aneinandergereit. Erst jetzt be- kommt man einen Eindruck von der eigentlichen Größe der Altstadt und ihren verwinkelten Gassen. Der Blick reicht aber noch weiter über die komplette Ebene bis hin zum Jadedrachenschneeberg.

Bildergalerie Löwenhügel


Chinesischer Name:  

Shīzi Shān 狮子山

Turm der Äonen:

Wàngǔ Lóu 万古楼

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Turm der Äonen auf dem Löwenhügel




Häuptligspalast Mu Fu

Im Auftrag der chinesischen Kaiser herrschte von der Yuan-Zeit an die Naxi-Sippe der Mu 22 Generationen lang über ihre Landsleute. Ihr Palast, den Erdbeben und die Kulturrevolution zerstörten, wurde ab 1966 rekonstruiert. Die 370 m lange, imposante Anlage birgt in den Seitenhallen eine volkskundliche Samm- lung und erstreckt sich mit ihrem großen rückwärti- gen Garten noch ein Stück den Löwenhügel hinauf.
In der vorletzten Halle (am Fuß des Hügels) ist ein Stadtmodell von Lijiang zu sehen, die Halle dahinter zeigt Reproduktionen großer Wandbilder aus der Gegend.

Chinesischer Name:  

Mù Fǔ 木府

Lage:

Im Südwesten der Altstadt

Öffnungszeiten:

täglich 8:30-17:30 Uhr

Eintrittspreis:

35 Yuan

Häuptlingspalast Mu Fu




Teich des Schwarzen Drachen

Das meistfotografierte Motiv der Stadt: der „Teich des Schwarzen Drachen“, eine weiße Brücke, der dreigeschossige Fünf-Phönix-Pavillon und dahinter von fern herüberleuchtend das ewige Weiß des Schneebergs. Das Dongba-Museum nördlich des Teichs gibt Einblick in die Kultur der Naxi, die als Dongba-Kultur bekannt ist.

Bildergalerie Teich des Schwarzen Drachen


Chinesischer Name:

Hēilóng Tán 黑龙潭

Lage:

1 km nördlich der Altstadt

Eintrittspreis:

60 Yuan


Dongdba-Museum

Chinesischer Name:

Dōngbā Bówùguǎn 东巴博物馆

Öffnungszeiten:

täglich 8:30-17:00 Uhr

Eintrittspreis:

30 Yuan

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Teich des Schwarzen Drachen


Angaben ohne Gewähr


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Ausflüge

Baisha, Jadedrachenschneeberg und Tigersprung-Schlucht

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