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Hongkong


Ist es nicht ein Wahnsinn: Fast die ganze Schwei- zer Bevölkerung vereint auf einem Flecken wenig größer als Berlin, und von dem bisschen Platz ist auch noch die Hälfte unbesiedeltes Bergland, weil man die Fläche braucht, um Regenwasser aufzu- fangen! Also schüttete man Buchten zu und ging in die Vertikale: Hongkong hat über 3.500 Gebäude von mehr als 90 m Höhe und liegt darin weltweit mit großem Abstand an der Spitze. Die Konsum- ausgaben der Hongkonger sind die höchsten in Asien, doch bei aller Internationalität sind hier chi- nesische Traditionen viel lebendiger als auf dem Festland.

Hongkong ist eine der wenige Metropolen auf dem Globus, die man gesehen haben muss, obwohl es weder Paläste noch antike Gemäuer noch berühm- te Museen gibt. Die Stadt selbst ist die Attraktion.

1841, im Opiumkrieg, okkupierten die Briten die damals fast unbewohnte Insel, die sie nach dem Dialekt der hiesigen Bootsleute irrtümlich „Hong- kong“ nannten, was „Weihrauchhafen“ bedeutet und sich nur auf eine Anlegestelle bezog. Im Jahr darauf trat China die Insel „auf ewig“ an Groß- britannien ab, ebenso im Jahr 1860 die gegenüber liegende Halbinsel Kowloon („Neun Drachen“). 1898 pachteten die Briten noch das Hinterland und weitere Inseln, die „New Territories“, dazu – auf
99 Jahre. Da die „auf ewig“ abgetretenen Teile für sich nicht lebensfähig waren, fiel 1997 alles an China zurück.


öffentliche Verkehrsmittel

U-Bahn MTR, S-Bahn KCR: Fahrkarten aus Auto- maten, bis zum Verlassen des Systems aufbe- wahren!

Busse: Einstieg vorn, Fahrgeld beim Fahrer ein- werfen. Man zahlt immer bis zur Endstation.

Hongkongs schönste Verkehrsmittel sind nostal- gisch: die Star Ferry (vier Linien über den Hafen), die doppelstöckige Straßenbahn (nur an der Nordküste der Insel, Einstieg hinten, passend zah- len beim Ausstieg) und natürlich die Peak Tram.

Mit der aufladbaren Octopus Card (erhältlich an den U-Bahn-Stationen, Pfand 50 $) sind alle Ver- kehrsmittel bargeldlos benutzbar.

Plan vom Hongkonger U-Bahnnetz


Küche

Hongkong ist ein Gourmetparadies. Auswärts essen gehört für die Hongkonger zum Alltag, und man kennt sich aus. Nichts ist typischer als im Teehaus zu speisen, und keins ist so typisch und gut wie das traditionsreiche Yung Kee 鏞記 (32-40 Wellingon Street). Deutlich billiger und schlichter, dazu in derselben Straße: Lin Heung Teahouse 蓮香樓, Hausnr. 160-164.


Einkaufen

Stöbern Sie in Causeway Bay (Mode, Elektronik), Mongkok (Kameras und Elektronik in der Sai Yeung Choi Street, Kleidermarkt in der Tong Choi Street), Stanley (Markt für Kleidung, Kunsthandwerk) und auf dem Temple-Street-Nachtmarkt. Meiden Sie die Touristenfallen von Tsim Sha Tsui.


Pferderennen

Die große Leidenschaft der Hongkonger, vor allem weil es das einzige legale Glückspiel in der Stadt ist. Auf der alten Rennbahn von Happy Valley fin- den die Rennen am Mittwochabend statt, auf der neuen in Sha Tin am Wochenende tagsüber. Auf den unteren Rängen ist der Eintritt frei. Saison ist von September bis Anfang Juni.

 

Reiseangebot

 
Chinesischer
Name:

Hongkong
hochchinesisch: Xiānggǎng 香港

Einwohner:

6,8 Millionen
davon die Hälfte in Satellitenstädten

Provinz:

Sonderverwal- tungsregion mit eigener Gesetzgebung

Währung:

Hongkongdollar ($)

Amtssprachen:

Chinesisch (Kantonesisch) und Englisch

Besonderheit:

Linksverkehr

Wetter:

2.250 mm Niederschlag/Jahr
Januar: 16,1 °C
Juli: 28,7 °C

m.ü.n.N.:

0-958 m

internationale Vorwahl:

+852


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Unser Tipp:

Das Beste überhaupt ist, den Einbruch der Dämmerung vom Peak-Rundweg aus zu erleben – absolut spektakulär!


Angaben ohne Gewähr


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