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Air China Story

 
Seit der Gründung im Jahr 1988 hat sich die Air China längst zur größten und modernsten Fluggesellschaft Chinas entwickelt und spielt nun zunehmend auch im Internationalen Luftverkehr eine entscheidende Rolle. Sie rangiert mittlerweile unter den 20 größten Fluggesellschaften der Welt.  „Die Air China gehört zu den zugkräftigsten Transmissions- riemen der neuen Weltmacht. Der Höhenflug der Air China ist ebenso atemberaubend wie das Wachstum des Heimatlandes.“ berichtet eine Fachzeitschrift.

Seit einiger Zeit wächst die Flotte durchschnittlich um 20 Flugzeuge im Jahr. In den letzten drei Jahren wurde das Unternehmen runderneuert. Ziel des Unternehmens ist es sich als Global Player fest in den Weltmarkt zu etablieren.

Zu dem Fortschritt bei Air China gehört auch das größte je kreierte Joint Venture zwischen China und Deutschland: Ameco Beijing. 2004 vereinbarten Air China und Lufthansa nach 15 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit die Fortsetzung der Kooperation um 25 Jahre. In den nächsten vier Jahren sollen weitere 100 Millionen Euro in das Unternehmen, an dem die Lufthanseaten mit 40% und die Chinesen mit 60% beteiligt sind, investiert werden.

Hauptaufgabe von Ameco (Aircraft Maintenance & Engineering Corporation) Beijing ist die Flugzeug- wartung und -bemalung, sowie Komponenten- und Technikwartung. Dafür verfügt das Unternehmen über ein 616.000 Quadratmeter großes Gelände, mit dem größten Flugzeughangar Asiens, der bis zu vier Boeing 747-400 Flugzeuge gleichzeitig aufnehmen kann, einen weiteren großen Hangar mit Temperatur- kontrolle, eine riesige Reparatur- und Wartungshalle, sowie weitere Gebäude. Ein eigenes Trainingscenter bietet seit 1993 ein Ausbildungsprogramm für und zum Techniker, Englischkurse in verschiedenen Stufen und Managementtrainings an. Jedes Jahr verlassen bis zu 80 neue Ingenieure diese Luftfahrt- schule.

Ameco Beijing ist außerdem das erste Unternehmen, das in der chinesischen zivilen Luftfahrt Zertifikate von der chinesischen, amerikanischen und europäischen Luftfahrtbehörde zugleich besitzt.

 

Fakten
gegründet: 1.Juli 1988
Sitz: Peking
Mitarbeiter: 28.300
  davon Flugbegleiter: ca. 4.000
  davon Piloten: ca. 3.000
Passagiere 2004: 23,74 Mio.
  davon national: 19,52 Mio.
  davon international: 4,22 Mio.
Flüge 2004: 183.693
Auslastung 2004: 71,9%
angeflogene Ziele: 108

Eigentümer
China National Aviation Holding Company 69%
öffentlicher Streubestitz 21%
Cathay Pacific 10%

Flotte
Airbus A319 23
Airbus A320 6
Airbus A340 6
Boeing 737 75
Boeing 757 13
Boeing 767 14
Boeing 777 10
Boeing 747 17

bestellt
Airbus A330 20
Boeing 787 15
 

Auch die Air China legt großen Wert auf gründliche Aus- bildung. Eine Fachzeitschrift schreibt: „Eindrucksvoll ist nicht zuletzt, mit welcher Gründlichkeit Air China sein fliegendes und Bodenpersonal ausbildet – daran können sich mittler- weile viele große Airlines der Welt ein Beispiel nehmen. Dass dabei in der Vergangenheit oft Amerikaner – bei der Piloten- schulung auf Boeing-Mustern – und Lufthanseaten – nicht nur im Maintenance-Unternehmen Ameco, sondern vor geraumer Zeit auch schon in die Bremer Verkehrfliegerschule beim Aufbau einer ähnlichen Institution bei Beijing – tatkräftige Hilfeleistung gegeben haben, mindert nicht die eigene Leistung der Chinesen. Air China darf stolz darauf sein, einer der sichersten großen asiatischen Carrier zu sein. In kaum einem anderen Land der Erde werden Flugzeugführer so lange und so gründlich ausgebildet wie in der Volksrepublik. Interessierte und geeignete Kandidaten wählt die Luftfahrt- Akademie selbst an den Oberschulen aus. Es folgt ein vier- jähriges Studium an der Flug Akademie in Chengdu, dem sich eine dreimonatige Schulung auf Boeing 737 im Flight Center in der neun Millionen Einwohner zählenden Hafenstadt Tianjin anschließt. Dementsprechend sind zahlreiche Piloten auch Fachingenieure. Darüber hinaus erhalten viele angehende Piloten ein einjähriges Trainingsstipendium in den USA.“

In der Star Alliance gilt Air China als bevorzugter Partner in China. „Für die Air China würden wir uns in erster Linie entscheiden, aber da muss man Geduld haben. Wir sind zwar in ständigen Gesprächen, aber solange es da kein ‚go ahead’ von Regierungsseite gibt müssen wir abwarten.“ sagt Star Alliance Sprecher Christian Klick. Diese sieht ihre Chancen jedoch in der Langfristigkeit. Mit gründlichen Personal- schulungsprogrammen für alle Mitarbeiter am Boden und in der Luft, der Modernisierung der Flughäfen und der Ein- führung westlicher Verkehrflugzeuge, steht nun das solide Fundament. Nun kann Air China weiter expandieren und den Himmel über Europa, Asien und Nordamerika erobern. Nach Meinung der Manager steht erst dann auch eine Mitgliedschaft in einem Bündnis auf dem Programm. Die Star Alliance ist zuversichtlich, dass dies bald der Fall sein wird.